A. A. Attanasio

In „Radix“ (1981), dem ersten Roman von A. A. Attanasio, ist die Erde einer fernen Zukunft der erbgutverändernden Strahlung eines Schwarzen Lochs ausgesetzt und zu einer bizarren Welt geworden, bevölkert von menschlichen Mutanten, mutierten Tierarten, fremden Geistwesen und den letzten Stämmen der Menschen. Der umfangreiche Roman war 1981 für den Nebula Award als bester Roman nominiert und erschien 1984 bei Bastei Lübbe auf Deutsch. Er eröffnete eine Tetralogie, die über „In Other Worlds“ (1984) und „Arc of the Dream“ bis „The Last Legends of Earth“ (1989, „Die letzte Legende der Erde“) reicht. Alfred Angelo Attanasio wurde 1951 in Newark, New Jersey, geboren. Er studierte Literatur an der University of Pennsylvania bis zum Bachelor 1973, erwarb 1975 an der Columbia University einen Master of Fine Arts in Kreativem Schreiben und 1976 an der New York University einen Master in Literatur. Früh hatte er experimentelle Texte geschrieben; zur Science-Fiction kam er über einen Kontakt zu John W. Campbell, damals Herausgeber des Magazins Analog. Ab 1971 veröffentlichte er Kurzgeschichten, einen Großteil davon sammelte der Band „Beastmarks“. Außerhalb der Tetralogie erzählt „Wyvern“ (1988, „Jaki“) von einem Halbwilden in Ostasien, der zum erfolgreichen Piraten wird, und „Hunting the Ghost Dancer“ (1991) von einem letzten Neandertaler; dieser Roman war 1992 für den World Fantasy Award nominiert. Der Arthor-Zyklus bewegt sich im Umkreis der Mythen um König Artus, seine ersten beiden Bände erschienen bei Weitbrecht als „Der Drache und das Einhorn“ und „König Arthor“. Meist veröffentlichte er als A. A. Attanasio; die Fantasy-Trilogie „The Dominions of Irth“, die 1996 mit „The Dark Shore“ begann, erschien unter dem Pseudonym Adam Lee. Außerdem erschienen die Science-Fiction-Romane „Solis“ (1994) und „Centuries“ (1997), 2001 ein Roman zur Reihe „The Crow“, 2006 die Sammlung „Twice Dead Things“ und 2007 das Jugendbuch „The Conjure Book“. Kurzgeschichten schrieb er weiter, 2019 etwa „Lancelot du Lac“ und 2023 „River of Stars, Bridge of Shadows“.

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