Alan Dean Foster

Brückenbauer zwischen den Welten In seinem Arbeitszimmer in Arizona stapeln sich nicht nur Manuskripte, sondern auch Terrarien mit exotischen Reptilien – eine perfekte Metapher für einen Autor, der sein Leben lang fremde Welten erschuf und dabei nie den Bezug zur irdischen Natur verlor. Alan Dean Foster, geboren 1946 in New York City, wurde zu einem der produktivsten und einflussreichsten Science-Fiction-Autoren seiner Generation, dessen Werk die Grenzen zwischen Literatur und populärer Kultur meisterhaft überschreitet. Fosters Weg zur Literatur begann unkonventionell: Als Student der Politikwissenschaft und Filmwissenschaft entdeckte er seine wahre Berufung erst durch die aufkeimende Science-Fiction-Szene der 1970er Jahre. Sein Durchbruch kam 1972 mit "The Tar-Aiym Krang", dem ersten Roman seines Commonwealth-Universums. Doch wahre Berühmtheit erlangte er als Meister der Novelisierung - er verwandelte Filme wie "Star Wars", "Alien" und "Transformers" in literarische Erlebnisse und bewies dabei, dass Adaption eine eigenständige Kunstform sein kann. Seine Inspiration schöpft Foster aus einer ungewöhnlichen Quelle: der Naturwissenschaft gepaart mit unbändiger Reiselust. Expeditionen in die Regenwälder Südamerikas und Begegnungen mit indigenen Völkern fließen ebenso in seine Werke ein wie seine Liebe zur Biologie und Ökologie. Diese Verbindung von wissenschaftlicher Neugier und menschlicher Empathie durchzieht sein gesamtes Schaffen. Foster schreibt täglich, meist in den frühen Morgenstunden, umgeben von seinen Reptilien, die ihm als stumme Zeugen aus einer anderen evolutionären Entwicklung dienen. Seine über 130 Bücher entstehen durch eiserne Disziplin und die seltene Gabe, komplexe Ideen in zugängliche Geschichten zu verwandeln. Sein Erbe liegt in der Demokratisierung der Science-Fiction: Foster bewies, dass das Genre sowohl intellektuell anspruchsvoll als auch unterhaltsam sein kann. Generationen von Lesern fanden durch seine Novelisierungen den Weg zur Science-Fiction-Literatur. "Ich schreibe nicht für die Kritiker, sondern für die Menschen, die nach einem langen Tag ein wenig Staunen suchen", sagte er einmal – und genau diese Philosophie macht ihn zu einem zeitlosen Geschichtenerzähler.

Geboren
1946-11-18
Nationalität
USA

Bücher