Alastair Reynolds
Alastair Reynolds glaubt nicht, dass jemals ein Schiff schneller fliegen wird als das Licht, und sein Hauptwerk richtet sich danach: Im Revelation-Space-Universum fehlt der Überlichtantrieb weitgehend, eine Reise zwischen zwei Sternen dauert entsprechend lange. Was an Physik vorkommt, hält er für möglich, und wo eine Geschichte mehr verlangt, borgt er sich das Unmögliche, weiß aber, dass er es tut. Hinter dieser Regel steht ein Beruf: Reynolds, geboren am 13. März 1966 in Barry in Wales, studierte Physik und Astronomie in Newcastle und wurde an der University of St Andrews in Astrophysik promoviert. Von 1991 bis 2004 arbeitete er als Wissenschaftler am European Space Research and Technology Centre der ESA im niederländischen Noordwijk, und erst mit dem Ausscheiden dort wurde das Schreiben sein Beruf, vier Jahre nach seinem ersten Roman. Der erschien im Jahr 2000 und heißt "Revelation Space", auf Deutsch "Unendlichkeit". Die Menschheit ist darin in Fraktionen zerfallen, die sich verschieden weit von ihrem Ursprung entfernt haben: Conjoiner mit neuronalen Implantaten, Demarchisten als deren Gegenspieler, Ultras als Raumfahrende. Über ihnen stehen die Inhibitoren, Maschinenwesen aus einem uralten Krieg, die jede Zivilisation auslöschen, bevor sie technisch zu weit kommt. Sie sind Reynolds' Antwort auf die Frage, warum wir niemanden hören. Den British Science Fiction Award für den besten Roman gewann nicht dieses Buch, sondern das darauf folgende: "Chasm City" im Jahr 2001. Später kamen zwei weitere Reihen dazu, die Poseidon's-Children-Trilogie zwischen 2012 und 2015 und die Revenger-Bücher zwischen 2016 und 2020; für "Revenger" bekam er 2017 den Locus Award als bestes Jugendbuch. 2010 zeichnete der Sidewise Award seine Erzählung "The Fixation" aus. Seit 2008 lebt Reynolds wieder in Wales, in der Nähe von Cardiff.
- Geboren
- 13. März 1966
- Nationalität
- Vereinigtes Königreich