Alexander Boldizar

Alexander Boldizar arbeitete kurz als Anwalt in den Büros von Baker & McKenzie in San Francisco und Prag und gab das Recht dann auf, um zu schreiben. Er war außerdem Galerieleiter in Indonesien, Träger auf der Bylot-Insel in der kanadischen Arktis und Redenschreiber des New York City Civilian Complaint Review Board, das die Polizei beaufsichtigt. 1971 in Košice in der damaligen Tschechoslowakei geboren, wurde er 1983 kanadischer Staatsbürger und ging in Ottawa zur Schule. 1994 schloss er an der McGill University ab, mit dem Brian Coughlan Prize für den besten Notendurchschnitt im Fach Wirtschaftswissenschaften. In einem Jahr Pause vom Jurastudium in Harvard war er mit einer paläontologischen Expedition für Discovery Channel und National Geographic in der Sahara in Niger; 1999 schloss er als erster Bürger der unabhängigen Slowakei mit dem Juris Doctor der Harvard Law School ab. Mehr als achtzig Beiträge veröffentlichte er, Erzählungen etwa in Transition Magazine und Fiction International, Sachtexte in Harper's Bazaar und The Globe and Mail, juristische Aufsätze im European Journal of International Law. Für das in Singapur herausgegebene Kunstmagazin C-Arts interviewte er als Redakteur Damien Hirst und Ashley Bickerton. Sein erster Roman, „The Ugly“, erschien bei Brooklyn Arts Press: Muzhduk der Ugli der Vierte gehört zu einem verschollenen Stamm felsenwerfender Slowaken in den Bergen Sibiriens, dem amerikanische Anwälte das Land nehmen. Das Magazin Entropy zählte die absurde Satire auf das Recht zu den besten Romanen des Jahres 2016. Charles Sabatos las sie 2025 neben Peter Pišťaneks „Rivers of Babylon“ als Satire auf die Traumata der postkommunistischen Zeit, erzählt über Exil und Stammesdenken; Nina Weller nannte beide Bücher zwei der wichtigsten Romane der slowakischen Literatur der letzten drei Jahrzehnte. In „The Man Who Saw Seconds“ (2024) sieht Preble Jefferson fünf Sekunden in die Zukunft und gerät darüber mit dem New York City Police Department und später mit der Bundesregierung aneinander. Der Roman gewann 2025 den Locus Award als bester Science-Fiction-Roman. Im Oktober 2025 meldete Publishers Weekly, Simon & Schuster habe die englischsprachigen Weltrechte an seinem dritten Roman, „Ride or Die Girl“, erworben.

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