Alexander Jablokov
Der 1956 geborene Alexander Jablokov arbeitete jahrelang als Kommunikationsingenieur in Boston, bevor er 1988 hauptberuflich Schriftsteller wurde; später nahm er neben dem Schreiben eine Stelle als Führungskraft im Marketing an. Bei William Morrow in New York erschienen von 1991 bis 1993 drei Romane. „Carve the Sky“ (1991) spielt im geteilten Sonnensystem des 25. Jahrhunderts: Der reiche Lord Monboddo und sein Seneschall Anton Lindgren gehen dem Geheimnis einer Figur des toten Christus nach, deren Wunden offene Augen mit eingesetzten seltenen Edelsteinen sind. In „A Deeper Sea“ (1992) sprechen Delphine endlich mit den Menschen, nachdem man sie in einer russischen Forschungsstation auf Sachalin im Grunde durch Folter dazu gebracht hat, und werden in einem Krieg Russlands gegen Japan und die Vereinigten Staaten eingesetzt. Danach kam „Nimbus“ (1993), ein Detektivroman um einen kosmetischen Hirnchirurgen, der Jazz spielt. 1994 brachte Arkham House in Sauk City, Wisconsin, den Erzählband „The Breath of Suspension“ heraus. Auf Deutsch erschienen von 1993 bis 1996 bei Bastei Lübbe drei Romane: „Die Juwelen des Himmels“, „Der Krieg der Delphine“ und „Nimbus“. Bei Avon Eos folgten „River of Dust“ (1996), eine Vorgeschichte zu „Carve the Sky“, in der zwei Brüder unter der Oberfläche des Mars auf verschiedenen Seiten eines politischen Bruchs stehen, und „Deepdrive“ (1998). Tor Books verlegte „Brain Thief“, einen Science-Fiction-Krimi zwischen den Berkshires und Boston, in dem Bernal nach seiner verschwundenen Chefin und der künstlichen Intelligenz sucht, die sie finanziert hat. In Asimov's Science Fiction veröffentlichte Jablokov 2013 die Novelle „Feral Moon“ und 2014 „The Instructive Tale of the Archeologist and His Wife“, später Erzählungen in Analog Science Fiction and Fact und in Clarkesworld, wo im September 2025 „Aperture“ herauskam.