Alison Stine
Die Appalachen im Süden Ohios, wo Alison Stine den größten Teil ihres Erwachsenenlebens verbrachte, haben nach ihrer eigenen Aussage ihr Schreiben und ihr Leben stark geprägt. Geboren wurde sie im ländlichen Indiana, aufgewachsen ist sie in Mansfield, Ohio. Sie war Kinderdarstellerin; Stücke von ihr liefen im Cleveland Playhouse, beim International Thespian Festival und Off-Broadway bei Stephen Sondheims Young Playwrights Inc. Sie studierte an der Denison University, erwarb an der University of Maryland einen Master of Fine Arts in Lyrik und an der Ohio University den Doktorgrad. Einige Jahre arbeitete sie an Hochschulen, als Emerging Writer Lecturer am Gettysburg College, dazu an der Fordham University, der Grand Valley State University, der Denison University und der Ohio University. Ihre Gedichte erschienen in Zeitschriften wie Poetry, AGNI Online und Prairie Schooner und in den Bänden "Ohio Violence" (2009) und "Wait" (2011). 2008 erhielt sie die Ruth Lilly Fellowship der Poetry Foundation, 2010 für "Wait" den Brittingham Prize in Poetry, dazu ein Stipendium des National Endowment for the Arts und die Stegner Fellowship der Stanford University. Gedichte und Sachtexte veröffentlichte sie auch in der New York Times, der Washington Post, der Paris Review und Tin House. Ihr Essay "On Poverty" über Klassismus im Literaturbetrieb erschien 2016 in The Kenyon Review und verbreitete sich rasch im Netz. 2020 erschien bei MIRA/HarperCollins "Road Out of Winter". Die Geschichte handelt von Frauen aus der Arbeiterschicht im ländlichen Ohio, die in einer postapokalyptischen Landschaft mit dem Klimawandel zurechtkommen müssen. Library Journal sah darin eine Mischung aus ländlichem Thriller und spekulativem Realismus, die man "dystopian noir" nennen könne. Der Roman gewann den Philip K. Dick Award. 2021 folgte "Trashlands".
- Geboren
- 1978-01-25
- Nationalität
- Vereinigte Staaten