André Wiesler
Als die Novemberausgabe 2008 des monatlich erscheinenden Rollenspielmagazins Envoyer als letzte unter eigenem Namen herauskam, war André Wiesler seit Januar 2006 sein Chefredakteur. Dieselbe Aufgabe hatte er beim Pen-&-Paper-Rollenspiel LodlanD, das 2003 auf der Messe Spiel erschienen war und in einer düsteren Zukunft in den Weltmeeren spielt. Wiesler wurde am 25. September 1974 in Wuppertal geboren, studierte dort Germanistik, Literaturwissenschaft und Literaturgeschichte Englands und arbeitete als Schriftsteller, Übersetzer und Rollenspielautor, daneben wirkte er an Fernsehproduktionen mit. 1997 erhielt er für die Kurzgeschichte „Freundschaft“ den Hattinger Förderpreis für junge Literatur. Von 2003 bis 2006 veröffentlichte Fantasy Productions vier Romane von ihm aus der Welt von Shadowrun, darunter „Shelley“ (2003), das 2004 für den Kurd-Laßwitz-Preis in der Kategorie Bester Roman nominiert war. Beim einzigen Jurypreis des Deutschen Rollenspiele Preises, vergeben für das Jahr 2003, wählte ihn eine zehnköpfige Jury aus Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Person des Jahres. Bei Heyne erschien 2004 als Band 73 der Romanreihe zu Das Schwarze Auge „König der Diebe“; 2007 und 2008 folgten dort die drei Teile der Chroniken des Hagen von Stein, die 2010 und 2011 auch auf Tschechisch herauskamen. Für Ulisses Spiele verfasste er die Texte des Rollenspiels Raumhafen Adamant und das Buch „Die vergessene Schlacht“ (2010) aus dieser Welt, außerdem weitere Bände zu Das Schwarze Auge wie „Die Last der Türme“. Bei Torsten Low kam 2016 „Protektor - Monsterjäger mit Sockenschuss“ heraus, nach dem Untertitel ein lustiger Mysteryroman; bei Ulisses Spiele erschien 2018 „Protektor - Das Rollenspiel“. Für Heyne und Blanvalet übersetzte er Bücher von S. L. Viehl, Justina Robson und Tom Lloyd. Wiesler starb am 23. November 2017.
- Geboren
- 25. September 1974
- Gestorben
- 23. November 2017
- Nationalität
- Deutschland