Angela Steinmüller
Für Gerd Bedszent hatte "Andymon" Kultstatus: 2020 schrieb er in der "jungen Welt", der Roman von 1982 habe in einer Umfrage unter den Science-Fiction-Fans der späten DDR mit Abstand auf dem ersten Platz gelegen. Angela Steinmüller hatte ihn mit Karlheinz Steinmüller geschrieben, und in einer Befragung von 1989 standen die beiden an der Spitze der beliebtesten Science-Fiction-Autoren des Landes. Geboren wurde sie am 15. April 1941 in Schmalkalden als Angela Albrecht, aufgewachsen ist sie in Berlin. Das Abitur machte sie an der Abendschule, von 1971 bis 1975 studierte sie Mathematik an der Humboldt-Universität, 1980 wurde sie freischaffende Autorin. Gemeinsam mit Karlheinz Steinmüller entstanden die Romane "Pulaster" (1986), "Der Traummeister" (1990) und "Spera" (2004), dazu Sachbücher wie "Die Zukunft der Technologien" (2006). "Der Traummeister" stand 1991 auf der Nominierungsliste des Kurd-Laßwitz-Preises; Karsten Kruschel nannte ihn "gedanklich, stilistisch und sprachlich der bisherige Höhepunkt im Werk der Steinmüllers". Gundula Sell verglich die Form von "Spera", einem phantastischen Roman in 26 Erzählungen, mit Ray Bradburys "Mars-Chroniken". Ab 2003 erschienen die Werke der beiden in Einzelausgaben, zunächst bei Shayol, später bei Memoranda. Den Kurd-Laßwitz-Preis für die beste Kurzgeschichte erhielt sie 1993 für "Der Kerzenmacher" und 1995 für "Leichter als Vakuum", geschrieben mit Karlheinz Steinmüller und Erik Simon unter dem gemeinsamen Pseudonym Simon Zwystein; 2004 und 2021 folgten mit Karlheinz Steinmüller "Vor der Zeitreise" und "Marslandschaften". 2001 erhielten beide den Deutschen Fantasy-Preis für die Verbreitung der phantastischen Literatur in zwei Gesellschaftssystemen.
- Geboren
- 15. April 1941