Arkady Martine

Arkady Martine heißt mit bürgerlichem Namen AnnaLinden Weller und ist Byzantinistin. Ihre Doktorarbeit von 2014 trug den Titel "Imagining Pre-Modern Empire: Byzantine Imperial Agents Outside the Metropole", handelte also von byzantinischen Reichsvertretern außerhalb der Metropole. Fünf Jahre später erschien "A Memory Called Empire", und darin vertritt eine Botschafterin ein kleines Gemeinwesen am Hof eines großen Imperiums. Geboren wurde sie am 19. April 1985 in New York. Sie schloss 2007 an der University of Chicago ein Studium der Religionswissenschaft ab, erwarb 2013 in Oxford einen Master in klassisch-armenischen Studien und promovierte 2014 an der Rutgers University in mittelalterlicher byzantinischer, globaler und vergleichender Geschichte. Danach lehrte sie ein Jahr als Gastdozentin für Geschichte an der St. Thomas University und forschte von 2015 bis 2017 an der Universität Uppsala. Heute arbeitet sie in New Mexico als Senior Policy Advisor für saubere Energie bei Western Resource Advocates, zuständig für die Regulierung von Versorgern und für Gesetzgebung zur Modernisierung des Stromnetzes, zur Minderung des Klimawandels und zur Widerstandsfähigkeit von Städten. Sie selbst nennt drei Berufe nebeneinander: Historikerin des byzantinischen Reiches, Analystin für Klima- und Energiepolitik, Stadtplanerin. "A Memory Called Empire" erschien am 26. März 2019. Mahit Dzmare kommt als Botschafterin der Raumstation Lsel an den Hof von Teixcalaan und trägt im Schädel eine Imago-Maschine mit einer Kopie des Bewusstseins ihres Vorgängers; weil dieser vor seiner Rückkehr starb, sind dessen Erinnerungen fünfzehn Jahre alt. Bei ihrer Ankunft stellt sie fest, dass jemand die Maschine sabotiert hat. Der Roman verknüpft Sprache, Grammatik und Sitte mit der Politik der Eroberung und fragt, wie das Gedächtnis einer Einrichtung die Gesellschaft leitet und deren Politik formt. Die Kultur der Lsel-Station geht auf das mittelalterliche armenische Königreich Ani zurück, das Imperium auf Byzanz und die Azteken. Dafür bekam Martine 2020 den Hugo Award für den besten Roman und den Compton Crook Award. "A Desolation Called Peace" folgte 2021 und brachte ihr 2022 erneut den Hugo Award ein, dazu den Locus Award für den besten Science-Fiction-Roman. 2023 erschien die Novelle "Rose/House", 2024 ausgezeichnet mit dem chinesischen Fishing-Fortress-Preis für die beste internationale Novelle; im selben Jahr bekam sie den Shirley Jackson Award für die Erzählung "Three Faces of a Beheading". Über C. J. Cherryh sagte sie, an ihr habe sie gelernt, Politik zu schreiben.

Geboren
19. April 1985
Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher