Arthur Conan Doyle

Als Arthur Conan Doyle "The Lost World" entwarf, auf Deutsch "Die vergessene Welt", nannte er seinem Herausgeber gegenüber sein Ziel: Er wolle für das Jungenbuch tun, was Sherlock Holmes für die Detektivgeschichte getan habe. Der Roman erschien von April bis November 1912 als Fortsetzung im Strand Magazine, im Oktober 1912 bei Hodder & Stoughton als Buch, und er gab einem ganzen Erzähltyp den Namen: der "lost world", der verlorenen Welt, einem abgeschiedenen Ort, an dem urzeitliche Wesen oder Kulturen überdauert haben. Zu dieser Wirkung trug die vielgesehene Stummfilmfassung von 1925 bei. Der Reporter Edward Malone sucht einen gefährlichen Auftrag und gerät an Professor Challenger, einen britischen Zoologen mit aufbrausendem Wesen, der behauptet, in Südamerika lebende Dinosaurier gefunden zu haben. Malone bricht mit ihm, dem skeptischen Professor Summerlee und dem Abenteurer Lord John Roxton zu einem Hochplateau auf, von dem die vier nicht mehr herunterkommen; zurück nach England bringen sie einen lebenden Flugsaurier als Beweis. Challenger trat danach in weiteren Büchern Doyles auf, in "The Poison Belt" (1913), "The Land of Mist" (1926) und in zwei Erzählungen von 1928 und 1929. Gestützt hat Doyle sich auf "Extinct Animals" des Zoologen Ray Lankester, auf Berichte des Forschungsreisenden Percy Fawcett, besonders dessen Vortrag von 1911 über das Hochplateau von Huanchaca, sowie auf Jules Vernes "Reise zum Mittelpunkt der Erde" und die Abenteuerromane von H. Rider Haggard. Geboren wurde er am 22. Mai 1859 in Edinburgh und studierte dort Medizin; 1878 wurde er Assistent des Chirurgen Joseph Bell, dessen Eigenschaften er später auf Sherlock Holmes übertrug. Von 1882 bis 1890 führte er eine Arztpraxis in Southsea bei Portsmouth. Er fuhr auch als Schiffsarzt auf Walfängern und arbeitete in Südafrika als Kriegsarzt; für seine Tätigkeit im Burenkrieg wurde er 1902 zum Knight Bachelor geschlagen. 1887 erschien die erste Sherlock-Holmes-Geschichte. 1893 ließ Doyle die Figur in "The Final Problem" sterben, holte sie aber zurück, zunächst 1901 und 1902 mit "The Hound of the Baskervilles", dann 1905 mit "The Empty House". Neben Holmes und Challenger schrieb er historische Romane wie "The White Company" und "Sir Nigel". In seinen letzten Lebensjahrzehnten widmete er sich verstärkt dem Spiritismus und dem Mystizismus, unternahm Vortragsreisen und trat für die Echtheit der später als Fälschung erwiesenen "Feen von Cottingley" ein; der Challenger-Roman "The Land of Mist" von 1926 gehört in dieselbe Zeit. Doyle starb am 7. Juli 1930 in Crowborough in Sussex.

Geboren
22. Mai 1859
Gestorben
7. Juli 1930
Nationalität
United Kingdom

Bücher