Bernhard Kegel

In "Das Ölschieferskelett" (1996) erklärt Bernhard Kegel mit Hilfe der Grube Messel und einer Zeitreise Erkenntnisse der Evolutionstheorie sowie Fauna, Flora und Geologie des Eozäns vor 50 Millionen Jahren. Der Roman erhielt 1996 den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar und kam 1997 bei der Wahl zum Kurd-Laßwitz-Preis auf den dritten Platz. Kegel, geboren am 23. Dezember 1953 in Berlin, studierte an der Freien Universität Berlin Chemie und Biologie und arbeitete danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. 1991 wurde er mit einer Arbeit über die Wirkung von Herbiziden auf epigäische Arthropoden, vor allem Laufkäfer, promoviert. Seit 1996 schreibt er hauptberuflich. Als Jazzgitarrist spielte er Gitarre und Sitar in Bands wie Riff und dem Acoustic Guitar Orchestra Berlin. Neben Sachbüchern schreibt er Romane mit naturwissenschaftlichem Hintergrund; der erste, "Wenzels Pilz" (1993), zeigt an einer Umweltkatastrophe in Norwegen, dass sich Gentechnik im Freiland nicht beherrschen lässt, und erhielt 1997 den Erwin-Strittmatter-Preis. "Sexy Sons" (2001) handelt vom Klonen und kam 2002 bei der Wahl zum Kurd-Laßwitz-Preis auf den fünften Platz. "Der Rote" (2007) schildert eine Naturkatastrophe vor Kaikōura in Neuseeland, bringt den Lesern Kalmare nahe und erschien auch auf Spanisch. "Ein tiefer Fall" (2012) handelt von Fälschungen in der Wissenschaft vor dem Hintergrund umstrittener Forschung in der Synthetischen Biologie. 2001 erhielt Kegel den Werner und Inge Grüter-Preis für Wissenschaftsvermittlung. In "Epigenetik" (2009) griff er ein aktuelles Thema der epigenetischen Forschung auf, in "Die Herrscher der Welt" (2015) die Forschung zum Verständnis aller Lebewesen als Holobionten. Für seine Bücher greift er auf das Fachwissen von Ökologen zurück und steht in engem Austausch mit dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen, das ihn 2013 als eine Art "embedded writer" bezeichnete. Mit "Käfer" (2019) kehrte er zu einem Thema seiner jungen Jahre zurück: Als Sammler und Katalogisierer von Käfern hatte sein Weg zur Biologie begonnen. "Mit Pflanzen die Welt retten" (2024) wurde für den Deutschen Sachbuchpreis 2025 nominiert, 2026 folgte "Rettung durch schnelle Evolution".

Geboren
23. Dezember 1953
Nationalität
Deutschland

Bücher