Birgit Rabisch

Besonders erfolgreich war Birgit Rabisch mit "Duplik Jonas 7" (1992), einem dystopischen Roman über Gentechnik. 1994 erhielt sie dafür den Umwelt-Literaturpreis des Landes Nordrhein-Westfalen; 2017 erschien der Roman in einer aktualisierten Fassung als E-Book, und eine Verfilmung war geplant. Geboren am 9. Januar 1953 in Hamburg, wuchs Rabisch im schleswig-holsteinischen Wilster auf, ab 1964 in Heist. 1972 legte sie am Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen die Reifeprüfung ab und studierte danach Soziologie und Germanistik an der Universität Hamburg. Ende der 1970er Jahre begann sie, Kurzprosa und Gedichte zu schreiben. Von 1982 bis 2002 unterrichtete sie Deutsch als Fremdsprache an der Hamburger Volkshochschule. In ihrem Science-Fiction-Roman "Unter Markenmenschen" (2002) ging es um Menschen, die durch Genome Editing optimiert wurden. "Die Schwarze Rosa" (2005) beruht auf der Lebensgeschichte ihrer Großmutter Rosa Klapproth. "Warten auf den Anruf" (2009) behandelte als Familienroman am Beispiel dreier Wissenschaftlerinnen die Verantwortung des Forschers im 20. Jahrhundert. Im Herbst 2013 erschienen zwei Romane, "Die vier Liebeszeiten" und "Blind Copy - Das bin nicht ich!", in dem einer Gehirnforscherin ihr eigenes Leben plötzlich als Fälschung erscheint. Es folgten "Wir kennen uns nicht" (2016), ein Roman, der einen Mutter-Tochter-Konflikt aus beider Perspektiven schildert, und "Putzfrau bei den Beatles" (2018). In der Autofiktion "Tod der Autorin" (2025) setzte sich Rabisch mit dem Verhältnis ihres Lebens zu ihrem Werk auseinander. Die Hamburger Autorenvereinigung zeichnete sie 2018 mit ihrem Kurzgeschichtenpreis aus, 2019 erhielt sie dort den dritten Platz beim Lyrikpreis. 2020 übernahm sie den Jury-Vorsitz für den Förderpreis der Gruppe 48.

Geboren
9. Januar 1953
Nationalität
Deutschland

Bücher