Bruce Bethke

Das Wort, mit dem Bruce Bethke in die Geschichte der Science-Fiction einging, war zuerst ein Titel. 1980 schrieb der im April 1955 in Milwaukee, Wisconsin, geborene Autor die Kurzgeschichte "Cyberpunk"; Verlage lehnten sie mehrmals ab, bis sie im November 1983 in Amazing Science Fiction erschien. Ende 1984 verwendete Gardner Dozois den Begriff in einem Artikel der Washington Post für die Arbeiten einer Gruppe amerikanischer Autoren der 1980er Jahre, und als Name des Subgenres setzte er sich durch. Die Hauptfigur der Geschichte, Mikey Harris, kehrte in weiteren Erzählungen wieder, darunter "Elimination Round" (Amazing Stories, Juli 1989), und die Geschichten sollten gesammelt als Buch erscheinen. 1989 verkaufte Bethke die Rechte an einen Verleger, doch das Buch kam nicht heraus. Als er die Rechte Jahre später zurückbekam, hieß es bei den Verlagen, Cyberpunk sei tot. 1990 erschien "Maverick", ein Roman aus Isaac Asimovs Robot-Universum, geschrieben nach einem Entwurf Asimovs; auf Deutsch kam er 1992 bei Bastei-Lübbe als "Der Außenseiter" heraus. Für "Headcrash" (1995) erhielt Bethke den Philip K. Dick Award. Dem Roman wird bisweilen die erste Verwendung von "Spam" für unerwünschte E-Mails zugeschrieben; Bethke hielt dagegen, das Wort sei im Usenet lange vorher gebräuchlich gewesen. Es folgten zwei Romanfassungen: "Rebel Moon" (1996), mit Vox Day geschrieben, nach dem Prequel zum Ego-Shooter "Rebel Moon Rising", und "Wild Wild West" (1999) nach dem gleichnamigen Film. Später gründete Bethke das Magazin "Stupefying Stories" und übernahm selbst die Herausgabe; 2013 saß er in der Jury des Philip K. Dick Award.

Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher