Candas Jane Dorsey
Für den Aurora Award als bester Roman stand 1989 ein Buch in der Endauswahl, das kein Roman war: „Machine Sex and Other Stories“ (1988), eine Sammlung von Candas Jane Dorsey. Sie wurde am 16. November 1952 in Edmonton geboren und schrieb schon früh, Lyrik und Prosa, Mainstream wie Spekulatives, dazu Fernseh- und Bühnentexte, Artikel für Zeitschriften und Zeitungen sowie Kritiken. Für „Black Wine“ (1997, Tor) erhielt sie 1997 den James Tiptree, Jr. Award, der seit 2019 Otherwise Award heißt, und den Crawford Award, 1998 auch den Aurora Award als bester Roman. 2001 erschien der Roman „A Paradigm of Earth“. Von 1992 bis 2005 war sie Chefredakteurin von The Books Collective mit den Programmen River, Slipstream und Tesseract Books; 1994 gab sie mit G. N. Louise Jonasson eine Ausgabe der Zeitschrift „Prairie Fire“ über kanadische spekulative Literatur heraus. Mit Gerry Truscott stellte sie „Tesseracts 3“ (1990) zusammen, mit John Clute „Tesseracts 8“ (1999). Sie gehörte zu den Gründerinnen von SF Canada und saß im Vorstand der Writers Guild of Alberta; 2018 nahm die Canadian Science Fiction and Fantasy Association sie in ihre Hall of Fame auf. „Ice & Other Stories“ (2018) setzte Locus auf seine Liste der besten Erzählbände des Jahres 2018. 2020 begann mit „The Adventures of Isabel: A Postmodern Mystery, By the Numbers“ die Reihe um die Epitome Apartments; Suhrkamp brachte den Band 2021 in der Übersetzung von Conny Lösch als „Drag Cop“ heraus, nach dem deutschen Untertitel ein Thriller. „Food of My People“ (2021), mit Ursula Pflug herausgegeben, stand 2022 in der Endauswahl des Aurora Award. 2026 erschien der Roman „At the Freak Show“.