Carolyn Ives Gilman

„Lewis and Clark: Across the Divide“ (Smithsonian Books, 2003) ist ein Sachbuch, „Halfway Human“ (1998) ein Roman über eine Welt, in der Menschen drei Geschlechter haben: männlich, weiblich und neutral. Beide stammen von Carolyn Ives Gilman, 1954 geboren, die sich als Historikerin auf die Geschichte Nordamerikas im 18. und frühen 19. Jahrhundert spezialisierte; sie arbeitete bei der Missouri Historical Society und wurde dann Historikerin am National Museum of the American Indian. „Halfway Human“, ihr erster Roman, erschien bei Avon Books und folgt Tedla, einem Wesen aus einem Seitenzweig der Menschheit, weder männlich noch weiblich, das sich selbst einen „Bland“ nennt; auf dem Heimatplaneten Gammadis werden die Blands fast wie Sklaven gehalten. Der Roman war für den James Tiptree, Jr. Award nominiert und kam 1999 in der Leserumfrage des Locus auf den zweiten Platz unter den besten Erstlingsromanen. Patricia Wheeler verglich den Versuch, eine Figur ohne männliche oder weibliche Züge zu schaffen, mit Ursula K. Le Guin. Erzählungen von Gilman erschienen unter anderem in The Magazine of Fantasy & Science Fiction, Interzone, Realms of Fantasy und Full Spectrum und in mehreren Jahresbesten-Anthologien; dreimal war sie für den Nebula Award nominiert, zweimal für den Hugo Award. Die Novelle „Arkfall“, 2008 in The Magazine of Fantasy & Science Fiction erschienen, kam 2010 bei Phoenix Pick als Buch heraus und gehört wie „Halfway Human“, „The Ice Owl“ (2012) und „Dark Orbit“ zur Reihe „Twenty Planets“; „Dark Orbit“ erschien bei Tor Books und 2016 bei Cross Cult auf Deutsch als „Dunkle Materie“. Bei Aqueduct Press kam 2007 die Sammlung „Aliens of the Heart“ heraus, bei ChiZine Publications 2011 „Isles of the Forsaken“ und 2012 die Fortsetzung „Ison of the Isles“. Die Erzählung „Exile's End“ (Tor.com, 2020) nahm Neil Clarke in den sechsten Band seiner Reihe „The Best Science Fiction of the Year“ auf.

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