Christian Mähr

Mit "Fatous Staub" gewann Christian Mähr 1992 den Deutschen Science-Fiction-Preis und den Kurd-Laßwitz-Preis, beide als bester Roman. Das Buch war 1991 bei Heyne erschienen und erzählt von einem Autor, der Kontakt zu Parallelwelten aufnimmt, in denen es weder die Weltkriege noch den Mord an den Juden gegeben hat und das wilhelminische Zeitalter fortbesteht; Computer und die mathematische Arbeit Pierre Fatous spielen hinein. Mähr wurde am 6. Februar 1952 in Feldkirch in Vorarlberg geboren und besuchte dort das Gymnasium. Nach der Matura studierte er ab 1970 Chemie an der Universität Innsbruck und schloss mit der Promotion ab. Danach arbeitete er als Wissenschaftsredakteur beim Österreichischen Rundfunk. 1985 sendete der ORF sein Hörspiel "Chlorophyll", in dem Schachtelhalme die gesamten Vereinigten Staaten überwuchern; Ursache und weiterer Verlauf bleiben offen. Im Jahr darauf produzierte der ORF Vorarlberg "Die transplutonische Plage", 1987 erschien bei Heyne der Roman "Magister Dorn". Bei DuMont folgten "Simon fliegt" (1998), in dem eine Postkarte die Hauptfigur zur Levitation ermächtigt, und "Die letzte Insel" (2001) über eine Insel, die nur manche Menschen sehen. 1999 nahm Mähr am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Das Sachbuch "Vergessene Erfindungen" (2002) stellt Innovationen vor, die es gab, die sich aber nie durchsetzten. Bei Deuticke in Wien erschien 2010 der Roman "Alles Fleisch ist Gras", den Reinhold Bilgeri 2013 für die Landkrimi-Reihe des ORF verfilmte. Für "Von Alkohol bis Zucker - Zwölf Substanzen, die die Welt veränderten" wurde Mähr 2011 mit dem Wissenschaftsbuch des Jahres in Österreich ausgezeichnet, 2012 erhielt er den Literaturpreis der Vorarlberger Buch- und Medienwirtschaft. Bei Hirnkost erschienen die Romane "Die Lukasch-Vermutung" (2022) und "Das Erbe" (2026).

Geboren
6. Februar 1952
Nationalität
Österreich

Bücher