Colson Whitehead

Als vierter Schriftsteller gewann Colson Whitehead den Pulitzer-Preis für Belletristik zweimal, 2017 für "The Underground Railroad" (2016, deutsch "Underground Railroad") und 2020 für "The Nickel Boys" (2019, deutsch "Die Nickel Boys"). Whitehead, 1969 in New York City geboren und in Manhattan aufgewachsen, besuchte die Trinity School und schloss 1991 in Harvard ab, wo er Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaft studiert hatte. Danach schrieb er für The Village Voice und begann dort seine ersten Romane. "The Intuitionist" (1999, deutsch "Die Fahrstuhlinspektorin") kürte Esquire zum besten Erstlingsroman des Jahres, und John Updike nannte den Autor im New Yorker "strikingly original": Der junge afroamerikanische Schriftsteller, den man im Auge behalten müsse, könnte ein 31-jähriger Harvard-Absolvent namens Colson Whitehead sein. Es folgten unter anderem "John Henry Days" (2001), "The Colossus of New York" (2003, deutsch "Der Koloß von New York"), eine Betrachtung über das Leben in Manhattan nach dem Vorbild von E. B. Whites Essay "Here Is New York", "Sag Harbor" (2009, deutsch "Der letzte Sommer auf Long Island") und "Zone One" (2011), ein Bestseller der New York Times. 2002 erhielt er ein MacArthur-Stipendium. "The Noble Hustle" (2014) erzählt von der World Series of Poker 2011. "The Underground Railroad" erhielt 2016 den National Book Award, 2017 die Andrew Carnegie Medal und den Arthur C. Clarke Award. Die Jury des Pulitzer-Preises nannte den Roman eine kluge Verbindung von Realismus und Allegorie, die die Gewalt der Sklaverei und das Drama der Flucht zu einem Mythos für das heutige Amerika verschmelze. Oprah Winfrey nahm ihn in ihren Buchclub auf, Barack Obama auf seine Leseliste für den Sommerurlaub, und im Mai 2021 lief die Serienverfilmung an. "The Nickel Boys" geht auf die Dozier School for Boys in Florida zurück, in der Kinder, die wegen geringer Vergehen verurteilt worden waren, gewaltsam misshandelt wurden. Zum Erscheinen zeigte Time ihn im Juli 2019 auf dem Titel als "America's Storyteller"; der Roman erhielt 2020 auch den Orwell Prize for Political Fiction. "Harlem Shuffle" (2021), ein Kriminalroman aus dem Harlem der 1960er Jahre, war vor "The Nickel Boys" entworfen und begonnen worden; fertig wurde er in den Monaten der Quarantäne während der COVID-19-Pandemie. Mit "Crook Manifesto" (2023, deutsch "Die Regeln des Spiels") und "Cool Machine" (2026) schloss Whitehead die Harlem-Trilogie ab, die laut Variety im Juli 2026 bei Apple TV in Entwicklung war. 2026 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Geboren
1969-11-06
Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher