Courttia Newland

Bevor er Romane schrieb, war Courttia Newland in Shepherd's Bush Rapper und Musikproduzent und brachte mit Freunden eine Drum-and-Bass-Platte als White Label heraus. Newland wurde 1973 in Hammersmith im Westen Londons geboren, und aus dem Leben in dieser Stadt schöpfte er einen großen Teil seines Schreibens. Er verwies auf Victor Headleys "Yardie", das erschien, als er etwa neunzehn war, und bewiesen habe, dass sich auch schwarze britische Literatur verkaufe; er selbst wollte die Sicht von innen einbringen und zeigen, wie es war, als Siebzehnjähriger in Shepherd's Bush und Ladbroke Grove aufzuwachsen. 1997 erschien bei Abacus sein erster Roman "The Scholar" (deutsch "Der Schüler. Eine West-Side-Story"). "Society Within" (1999) spielt auf derselben erfundenen Siedlung Greenside im Westen Londons, erzählt aber aus der Sicht zweier Frauen, Elisha und Valerie; in "Snakeskin" (2002) spielt dort der Privatdetektiv Ervine James die Hauptrolle, und in "The Dying Wish" (2006) kehrt er zurück. Sein erstes Theaterstück, "Estates of Mind", schrieb er 1998; seine Bearbeitung der "Troerinnen" des Euripides wurde 1999 beim Edinburgh Festival ein Erfolg, und bis "Look to the Sky" (2011) folgten weitere Stücke. Mit Kadija Sesay gab er die Anthologie "IC3: The Penguin Book of New Black Writing in Britain" heraus, mit Tania Hershman schrieb er den Ratgeber "Writing Short Stories". Er war Writer in Residence am Trinity College Dublin und an der Georgetown University, Fellow des Royal Literary Fund und gab Schreibkurse in Russland, Gambia und Singapur. 2016 erhielt er den Tayner Barbers Award für Science-Fiction und das Roland Rees Bursary für Dramatik. Mit Steve McQueen schrieb er die Drehbücher zu "Lovers Rock" und "Red, White and Blue", zwei Filmen der Reihe "Small Axe", die beim New York Film Festival Premiere hatten und im November 2020 bei BBC One liefen; Screen zählte ihn 2020 zu den "Stars of Tomorrow". Zu den Autoren, die er bewundere, zählte er George Lamming, Samuel Selvon und Linton Kwesi Johnson. Für den Kritiker des TLS entwirft "A River Called Time" (2021) ein dystopisches Multiversum in mitreißendem Maßstab. Kirkus lobte, dass der Roman den europäischen Blick auf afrikanische Kulturen weglasse und so nichtkoloniale Welten denkbar mache, und Adam Roberts hob die schiere Energie seiner Vision hervor. 2022 stand das Buch auf der Shortlist des Arthur C. Clarke Award.

Geboren
1973-08-25
Nationalität
Vereinigtes Königreich

Bücher