Damon Knight
Mit elf Jahren kam Damon Knight zum Science-Fiction-Fandom und gab zwei Ausgaben eines Fanzines namens "Snide" heraus; er nannte es seinen "Pass hinaus aus dem pazifischen Nordwesten". Geboren 1922 in Oregon, war er in Hood River aufgewachsen. Sein erster professioneller Verkauf war eine Cartoonzeichnung an Amazing Stories. Die erste Geschichte, "The Itching Hour", erschien 1940 in Ray Bradburys "Futuria Fantasia". 1941 schloss er seine Ausbildung am Kunstzentrum der Works Progress Administration in Salem ab, ging nach New York und schloss sich den Futurians an, zu denen Frederik Pohl, Donald A. Wollheim, Isaac Asimov und Cyril M. Kornbluth gehörten. Die Vorgaben der Pulp-Magazine fand er zu aufreibend, und er wurde Mitherausgeber verschiedener Publikationen. Als Kritiker begann er 1945 mit dem Satz, A. E. van Vogt sei "a pygmy who has learned to operate an overgrown typewriter". Er hörte auf, als "Fantasy & Science Fiction" seine Besprechung von Judith Merrils "The Tomorrow People" ablehnte; gesammelt erschienen die Kritiken als "In Search of Wonder" (1956), das als erstes ernstzunehmendes Werk der modernen Science-Fiction-Kritik gilt. Algis Budrys schrieb, Knight und James Blish hätten das Handwerk des Rezensenten im Genre verwandelt, und durch Knight wurde der Begriff "idiot plot" bekannt, eine Handlung, die nur funktioniert, weil fast alle darin Idioten sind. Auf Anregung von Blish gründete Knight 1965 die Science Fiction Writers of America und wurde ihr erster Präsident. Mit Blish und Merril begründete er die Milford-Workshops, später mit Kate Wilhelm den Clarion Workshop, an dem die beiden jahrzehntelang Nachwuchsautoren unterrichteten. Gene Wolfe widmete ihm "The Fifth Head of Cerberus". Von 1966 bis 1980 gab er 21 Bände der Anthologie "Orbit" heraus, in der Neuentdeckungen wie R. A. Lafferty erschienen. Seine Stärke war die Kurzgeschichte, und einem breiten Publikum bekannt wurde er durch "To Serve Man" (1950, deutsch "Ein Plan für die Menschheit"), zuerst erschienen in Galaxy und Vorlage einer Folge von "The Twilight Zone". 1977 erzählte er in "The Futurians" die Geschichte des Fanclubs. 1976 zog Knight zurück nach Oregon, nach Eugene, wo er am 15. April 2002 starb. 1994 hatte ihn die SFWA zum Grand Master ernannt; nach seinem Tod erhielt der Preis seinen Namen, und 2003 wurde er in die Science Fiction Hall of Fame aufgenommen.
- Geboren
- 19. September 1922
- Gestorben
- 15. April 2002
- Nationalität
- Vereinigte Staaten