Dilma Dila

Mit fünfzehn begann Dilman Dila zu schreiben. Aufgewachsen ist er in Tororo in Uganda, in einer Straße, in der viele Kulturen und Nationalitäten zusammenlebten; die Geschichten der verschiedenen Völker und die Volkserzählungen, die er dort als Kind hörte, legten das Fundament für sein Erzählen. Nach dem St. Peter's College in Tororo studierte er an der Makerere University Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Politikwissenschaft und Volkswirtschaft. Danach arbeitete er acht Jahre für Menschenrechtsorganisationen und nichtstaatliche Entwicklungsorganisationen, eine Erfahrung, die ihm Stoff für Bücher und Filme lieferte. Seine ersten Erzählungen erschienen 2001 in der Zeitung "The Sunday Vision". Er schrieb vor allem Horror, Science-Fiction und Fantasy. "Homecoming" wurde 2008 für den Million Writers Award nominiert und kam 2013 auf den Lehrplan eines Englischkurses der San Diego State University. Die Geistergeschichte "A Killing in the Sun" brachte ihn 2013 auf die Shortlist des Commonwealth Short Story Prize; 2014 stellte er die gleichnamige Sammlung auf dem Storymoja Festival in Nairobi vor. 2013 waren die Novellen "Cranes Crest at Sunset" und "The Terminal Move" erschienen. Das Filmemachen brachte er sich selbst bei, viel verdankte er dem Maisha Film Lab, wo er von 2006 bis 2008 in fünf Werkstätten Drehbuch und Regie lernte; dazu kamen der Durban Talent Campus 2008 und die Berlinale Talents 2014. Sein erster Kurzfilm, "What Happened in Room 13" (2007), entstand mit den Komikern Anne Kansiime und Richard Tuwangye, "The Young Ones Who Won't Stay Behind" (2008) mit Mira Nair. Mit Mitteln des Voluntary Service Overseas ging Dila für zwei Jahre nach Nepal, um mit lokalen Organisationen Filme für sozialen Wandel zu machen, und drehte dort mehrere Dokumentarfilme. "The Sound of One Leg Dancing" (2011) gewann 2012 den Preis der Jury beim Nepal International Indigenous Film Festival. Danach wollte er ausdrücklich afrikanische Geschichten erzählen; sein erster Spielfilm, "The Felistas Fable" (2013), wurde beim Uganda Film Festival 2014 unter anderem als Film des Jahres, als bester Spielfilm und für das Drehbuch ausgezeichnet und bei den Africa Movie Academy Awards zweimal nominiert, darunter als bester Erstlingsspielfilm. Erzählungen von ihm erschienen in Anthologien wie "Dominion" und "Africanfuturism" (beide 2020), dazu kamen "A Fledgling Abiba" (2020) und "The Future God of Love" (2021). 2023 erschien bei Rosarium die Sammlung "Where Rivers Go to Die". 2024 wurde Dila für den Philip K. Dick Award nominiert.

Geboren
1977-12-31
Nationalität
Uganda

Bücher