Dirk van den Boom
Bevor Dirk van den Boom Romane über den ersten Kontakt mit pflanzlichen Aliens schrieb, veröffentlichte er 1993 ein Buch über den Bürgerkrieg in Liberia. Er ist Politikwissenschaftler, seit 2012 außerplanmäßiger Professor an der Universität Münster und daneben Gutachter und Trainer in der Entwicklungshilfe; seine Fachbücher behandeln vorwiegend Entwicklungspolitik. Geboren wurde er am 24. Dezember 1966 in Fürstenau, aufgewachsen ist er in Wilhelmshaven. Von 1988 bis 1995 studierte er Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und promovierte dort. Seit 1998 hatte er Lehraufträge in Münster und an der Universität des Saarlandes, seit 2005 arbeitet er selbständig und lebt in Saarbrücken. Die Science-Fiction begann bei den Heftserien. Van den Boom schrieb für Ren Dhark und rief im Jahr 2000 die Serie "Rettungskreuzer Ikarus" ins Leben; eigenständige Romane erscheinen seit 2007. In jenem Jahr begann mit "Tentakelschatten" der Tentakel-Zyklus; der Band war 2008 für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert. Der Zyklus erzählt vom ersten Kontakt: Die Menschheit hat sich über mehrere Sonnensysteme ausgebreitet und trifft auf pflanzliche Lebewesen, die ihre Kolonien aus unerfindlichen Gründen angreifen. Ein anderer Zyklus, "Kaiserkrieger", verlegt eine Zeitreise in die Spätantike: Ein Kleiner Kreuzer der Bremen-Klasse gerät 1914 durch einen Nebel in das Römische Reich des Jahres 378, und die Besatzung beschließt, Kaiser Gratian bei der Verteidigung des Reiches zu helfen und einige Fehler der Geschichte zu berichtigen. 2017 bekam van den Boom den Deutschen Science Fiction Preis für "Prinzipat", den ersten Band der Reihe "Die Welten der Skiir". Er gehört außerdem zu den Erfindern und Mitautoren der Shared-Universe-Serie "Die neunte Expansion", die seit Oktober 2013 im Wurdack-Verlag erscheint, und neben dem eigenen Schreiben übersetzt er.
- Geboren
- 24. Dezember 1966
- Nationalität
- Deutschland