Dmitry Glukhovsky

Die Idee zu "Metro 2033" hatte Dmitry Glukhovsky mit fünfzehn, als er schon entschlossen war, Schriftsteller zu werden. Nach einem Bericht in Ogonjok stellte er den Roman 2002 ins Internet, nachdem Verlage ihn abgelehnt hatten; später erschien er als Buch. Er spielt nach einem Atomkrieg in der Moskauer Metro, und aus ihm wuchsen eine Romanreihe und eine Reihe von Computerspielen. Geboren wurde er am 12. Juni 1979 in Moskau. Mit 17 ging er nach Israel und schloss an der Hebräischen Universität in Jerusalem ein Studium der Journalistik und der Internationalen Beziehungen ab, auf Hebräisch. Von 2002 bis 2007 arbeitete er für Euronews in Lyon, danach für den neu gegründeten Sender Russia Today. Aus dem Libanonkrieg 2006 berichtete er als Kriegsreporter, und im Juli 2007 unternahm er mit der Deutschen Welle und Sky News die erste Direktübertragung vom Nordpol. 2009 kehrte er mit "Metro 2034" in die Welt der Metro zurück, 2015 schloss "Metro 2035" die Trilogie ab; der Roman sei nicht nur als postapokalyptische Literatur gedacht, sagte er, sondern auch als Buch über die russische Gesellschaft. Daneben erschienen "Sumerki" (2007), dessen französische Ausgabe 2014 den Prix Utopiales Européen gewann, und "Futu.re" (2013) über ein Europa, in dem die Menschheit das ewige Leben erlangt hat. "Text" (2017) wurde bei Erscheinen als sein erster realistischer Roman vorgestellt; die Verfilmung nach seinem Drehbuch gewann den Golden Eagle als bester Film. Beim Computerspiel "Metro 2033" von 2010 wird er mit zwei weiteren Autoren für die Geschichte genannt, und die Handlung von "Metro Exodus" (2019) entstand nach Angaben von Deep Silver in enger Zusammenarbeit mit ihm. 2026 kündigten 4A Games und Deep Silver "Metro 2039" an, mit einer Geschichte, die das Studio nach eigenen Angaben gemeinsam mit ihm entwickelt hat. Kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 ging Glukhovsky ins Exil. Wegen seiner offenen Opposition gegen den Krieg wurde er im Juni 2022 auf die russische Fahndungsliste gesetzt, im Oktober 2022 stufte ihn das Justizministerium als "ausländischen Agenten" ein. Obwohl das Kulturministerium bestritt, dass es Listen verbotener Bücher gebe, wurden russische Buchhandlungen und Bibliotheken 2023 angewiesen, seine Werke aus dem Angebot zu nehmen. Am 7. August 2023 wurde er wegen seiner Äußerungen zum russischen Angriffskrieg in Abwesenheit zu acht Jahren Straflager verurteilt.

Geboren
1979-06-12

Bücher