Élisabeth Vonarburg

1979 organisierte Élisabeth Vonarburg in Chicoutimi den ersten Congrès Boréal. Im selben Jahr veranstaltete sie den ersten einer Reihe von Workshops für Science-Fiction-Autoren und begann als Übersetzerin, mit "Up the Walls of the World" von James Tiptree junior. Den Prix Boréal, den der Kongress seither jährlich vergibt, erhielt sie selbst mehrfach, für Romane, Erzählungen und kritische Arbeiten. Geboren 1947 in Paris, studierte sie Geisteswissenschaften an der Universität Dijon, schrieb eine Magisterarbeit über ein Science-Fiction-Thema, legte 1972 das Staatsexamen in moderner Literatur ab und unterrichtete kurz als Lehrerin. 1973 wanderte sie nach Kanada aus und ließ sich in Québec nieder; 1987 promovierte sie im Kreativen Schreiben und lebte fortan als freie Schriftstellerin. Seit 1974 arbeitete sie beim Magazin Requiem mit, das später in Solaris umbenannt wurde. Ab Ende 1976 erschienen dort ihre ersten Erzählungen, zunächst gemeinsam mit Jean-Joël Vonarburg, und 1978 gewann "L'Oeil de la nuit" den Prix Dagon des Magazins. Später gab sie Solaris selbst heraus; für diese Arbeit und ihre Verdienste um Literatur und Fandom erhielt sie 1987 ihren ersten Prix Aurora. Ihr erster Roman "Le Silence de la cité" (1981) gewann im folgenden Jahr den Grand Prix de l'Imaginaire und den Prix Rosny aîné, die beiden renommiertesten französischen Preise der Gattung. Er folgt Elisa, dem letzten Spross einer Gesellschaft fast unsterblicher Wissenschaftler in einer unterirdischen Stadt im Europa der fernen Zukunft, die hinausgeht, um der Menschheit einen neuen Anfang zu geben. Der Nachfolgeband "Chroniques du Pays des Mères" (1992) erhielt den Prix Aurora, den Prix Boréal und den Prix Jacques-Brossard. Beide Romane bilden den Maerlande-Zyklus und erschienen 1997 bei Heyne auf Deutsch, als "Die schweigende Stadt" und "Die Maerlande-Chroniken". In fünf Bänden erzählt der Tyranaël-Zyklus (1996 bis 1997) die Geschichte zweier Planeten und zweier Völker über mehrere Jahrhunderte, "Reine de Mémoire" (2005 bis 2007) ist ein Fantasy-Zyklus, ebenfalls in fünf Bänden. Für "Les Voyageurs malgré eux" (1994) bekam sie 1996 einen weiteren Prix Aurora, 2007 den Prix Cyrano für das Lebenswerk. Übersetzt hat sie über vierzig Romane, vor allem Fantasy, darunter Guy Gavriel Kay, Marion Zimmer Bradley und Marie Bilodeau. 2018 erschien der dreibändige Zyklus "Les Pierres et les Roses", im selben Jahr erhielt sie einen Spezialpreis des Prix Utopiales européen.

Geboren
1947-08-05

Bücher