Elizabeth Ann Scarborough
Bevor Elizabeth Ann Scarborough Romane schrieb, war sie Krankenschwester der US-Armee im Vietnamkrieg. Am 23. März 1947 in Kansas City, Kansas, geboren und dort aufgewachsen, machte sie 1968 ihren Abschluss an der Bethany Hospital School of Nursing; noch im letzten Ausbildungsjahr trat sie in das Army Nurse Corps ein, das ihr den Rest der Ausbildung bezahlte. Auf ihren Erfahrungen in Vietnam beruht lose „The Healer's War“ (1988), der 1989 den Nebula Award als bester Roman erhielt. Darin bekommt die Militärkrankenschwester Kitty McCulley von einem verehrten vietnamesischen Heiler ein Amulett, mit dem sie die Aura der Menschen sieht. Ihre Laufbahn als Schriftstellerin begann 1982 mit dem ersten Roman „Song of Sorcery“; danach studierte sie an der University of Alaska und schloss 1987 mit dem Bachelor in Geschichte ab. Der Roman eröffnete die Argonia-Reihe, deren erste vier Bände 1987 und 1988 bei Fischer auf Deutsch erschienen, beginnend mit „Zauberlied“. Fischer hatte 1986 schon „The Harem of Aman Akbar“ (1984) als „Aman Akbars Harem“ herausgebracht und legte die fünf Bücher 2018 neu auf; „The Lady in the Loch“ (1998) erschien 2003 bei Piper als „Die Frau im Nebel“. Mit Anne McCaffrey schrieb sie mehrere Reihen, Petaybee von 1993 bis 2008, Acorna von 1999 bis 2007 und Barque Cats 2009 und 2010; mit Martin H. Greenberg stellte sie Anthologien wie „Warrior Princesses“ (1998) zusammen. Nach 1986 erschien fast jedes Jahr ein Roman von ihr, in den Ausnahmejahren 1990, 2011, 2013 und 2014 waren es Erzählbände. Die Argonia-Reihe setzte sie 2015 mit „The Dragon, the Witch and the Railroad“ und 2019 mit „The Redundant Dragons“ fort.