Emily Tesh
Nach eigener Aussage schreibt Emily Tesh Geschichten, seit sie ein Kind war. Sie wuchs in London auf, studierte am Trinity College in Cambridge und an der University of Chicago und unterrichtet an einer Schule das Fach Classics, die Altertumswissenschaften. Ihre ersten Veröffentlichungen waren die Novellen "Silver in the Wood" (2019) und "Drowned Country" (2020), die zusammen die Greenhollow-Duologie bilden. "Silver in the Wood" ist eine Bearbeitung der englischen Überlieferung vom Grünen Mann; die Autorin Katharine Coldiron nannte sie eine bezaubernde Geschichte, in deren Mitte eine queere Liebe und die Naturschilderung stehen. Die Novelle gewann 2020 den World Fantasy Award, 2021 erhielt Tesh den Astounding Award als beste neue Autorin. Die Arbeit an ihrem ersten Roman begann sie 2017. Anregungen dafür nahm sie aus den Computerspielen der Mass-Effect-Reihe, aus Tolkiens "Silmarillion" und aus den Werken Ursula K. Le Guins. "Some Desperate Glory" (deutsch "Die letzte Heldin", Heyne 2024, übersetzt von Nina Lieke) erzählt von Kyr, die in einer faschistischen, militaristischen Gesellschaft aufgewachsen ist und in einem verheerenden Krieg Entscheidungen treffen muss; die queere Geschichte unterläuft klassische Muster der Space Opera und des Bildungsromans. Der Roman gewann 2024 den Hugo Award als bester Roman und stand 2024 auch auf der Shortlist des Arthur C. Clarke Award. Im Mai 2025 folgte der Fantasy-Roman "The Incandescent". Darin ist Dr. Walden Direktorin für Magie an einem britischen Internat und muss sich über die dämonischen Fehler ihrer Schüler und ihre eigenen Fehltritte mit ihrem Selbstbild auseinandersetzen. Publishers Weekly gab dem Buch eine Besprechung mit Stern und nannte es eine nachdenkliche Erkundung von Privileg, Macht und Privatschulbildung. Es stand in der Endauswahl des Nebula Award und 2026 in der des Hugo Award.
- Nationalität
- Vereinigtes Königreich