Geoffrey A. Landis

Neun Patente, vor allem zu Solarzellen, und mehr als 300 wissenschaftliche Aufsätze hat Geoffrey A. Landis als Ingenieur der NASA vorzuweisen, dazu über 70 Erzählungen. In seiner harten Science-Fiction verarbeitet er auch die Forschung, die er selbst betreibt. Geboren am 28. Mai 1955 in Detroit, wuchs er in Virginia, Maryland, Philadelphia und Illinois auf. Er studierte Physik und Elektrotechnik am MIT und wurde an der Brown University in Festkörperphysik promoviert. Danach ging er an das Lewis Research Center der NASA, heute Glenn Research Center, und an das Ohio Aerospace Institute, bevor er fest an das Glenn Research Center wechselte, wo er über Marsmissionen, Solarenergie und Technik für künftige Raumflüge forscht. Im Rover-Team der Mission Mars Pathfinder gab er einem Marsfelsen den Namen Yogi; für die Mars Exploration Rovers beobachtete er Staubteufel und Reif am Marsäquator. Als Fellow des NASA Institute for Advanced Concepts (NIAC) untersuchte er Segel, die ein Laser- oder Teilchenstrahl zu anderen Sternen schieben soll, und entwarf später das Konzept eines Rovers, der über die Venus segelt. 2002 sprach er vor der American Association for the Advancement of Science über interstellare Reisen: Auf lange Sicht gebe es keine Wahl, wir gingen zu den Sternen. Seine erste Erzählung, "Elemental", erschien im Dezember 1984 in Analog und brachte ihm eine Nominierung für den Hugo und eine für den John W. Campbell Award ein. 1985 besuchte er den Clarion Workshop, an dem er 2001 selbst unterrichtete. Für "Ripples in the Dirac Sea" (deutsch "Wellen im Diracschen Meer") bekam er 1989 den Nebula Award, für "A Walk in the Sun" 1992 und für "Falling onto Mars" 2003 je einen Hugo. Die Novelle "The Sultan of the Clouds" (2010) gewann den Theodore Sturgeon Award. Sein erster Roman "Mars Crossing" erschien 2000 bei Tor Books und gewann den Locus Award als bestes Debüt; 2001 folgte der Erzählband "Impact Parameter". Auch als Lyriker schreibt er über Wissenschaft und gewann dreimal den Rhysling Award, zuletzt 2024 für "No One Now Remembers". 2014 erhielt er den Robert A. Heinlein Award, der Werke auszeichnet, die zur Erforschung des Weltraums anregen. 2024 übernahm er die Leitung eines weiteren NIAC-Projekts für eine Mission, die eine Probe von der Venusoberfläche zurückbringen soll.

Geboren
28. Mai 1955
Nationalität
Vereinigte Staaten

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