Georg Klein
Sein erstes Buch, der Agentenroman "Libidissi", wurde 1998 als eines der besten deutschsprachigen Bücher des Jahres gefeiert und brachte Georg Klein 1999 den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau ein. Die Jury begründete: „Der Autor entwirft […] eine phantastisch-orientalische Welt, die den Leser mit dem Wechsel der Perspektiven in Bann schlägt und vor immer neue Rätsel stellt.“ Klein wurde am 29. März 1953 in Augsburg geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er an den Universitäten Augsburg und München Germanistik, Geschichte und Soziologie. 1984 erschienen seine ersten Erzählungen in deutschen Literaturzeitschriften. Auf "Libidissi" folgte 1999 der Erzählungsband "Anrufung des blinden Fisches", 2000 erhielt Klein den Ingeborg-Bachmann-Preis. Im Frühjahr 2001 erschien die Detektivgeschichte "Barbar Rosa", danach die Romane "Die Sonne scheint uns" (2004) und "Sünde Güte Blitz" (2007). In "Roman unserer Kindheit" (2010) lässt Klein eine noch von der Nachkriegszeit geprägte Kindheitswelt der 1960er-Jahre aufleben: Auf sommerlichen Streifzügen durch brachliegendes Gelände und verzweigte unterirdische Gänge begegnen die Kinder einer neu entstehenden Siedlung am Stadtrand von Augsburg der unwirklichen Welt kriegsversehrter Panzerfahrer. Dafür erhielt er 2010 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik, 2012 folgte der Niedersächsische Staatspreis. Im September 2012 war er Hauptredner der vom British Council geförderten Edinburgh World Writers' Conference in Berlin. Bei Rowohlt erschienen danach "Die Zukunft des Mars" (2013) und "Miakro" (2018), für das er 2018 eine weitere Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt, 2021 "Bruder aller Bilder". 2022 erhielt Klein den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds, 2023 erschien der Erzählungsband "Im Bienenlicht". Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.
- Geboren
- 29. März 1953
- Nationalität
- Deutschland