George Zebrowski
Rund 90 Kurzgeschichten schrieb George Zebrowski bis 2017. Die ersten beiden erschienen 1970 im Magazin If, verfasst zusammen mit Jack Dann. Geboren wurde er am 28. Dezember 1945 als Jerzy Tadeus Zebrowski im österreichischen Villach; über Italien, Frankreich und England kam er 1951 in die Vereinigten Staaten und wuchs in der South Bronx auf. Von 1964 bis 1969 studierte er an der Binghamton University, danach arbeitete er als Redakteur der Binghamton Evening Press und als Lektor. Von 1970 bis 1975 und wieder von 1983 bis 1991 gab er mit Pamela Sargent das Bulletin der Science Fiction Writers of America heraus, dazwischen arbeitete er für den Verlag Crown Publishing in New York. Sein erster Roman „The Omega Point“ (1972, deutsch „Erbe des Untergangs“) verweist im Titel auf den Omegapunkt, den End- und Zielpunkt der Evolution bei Teilhard de Chardin. Die Menschen haben einen interstellaren Krieg gewonnen, die Überlebenden der fast ausgelöschten Gegner wollen den Omegapunkt für ihre Rache nutzen, doch er erweist sich als Mittel, Rache durch Mitgefühl zu überwinden. Mit „Ashes and Stars“ (1977, „Asche und Sterne“) und „Mirror of Minds“ (1983) wurde daraus eine Trilogie, die 1983 überarbeitet in einem Band erschien, bei Heyne 1995 als „Die Omega-Punkt-Trilogie“. In „Macrolife“ (1979, „Makroleben“) zerfällt ein Baustoff, aus dem die Städte der Erde gebaut sind, ein Krieg folgt, und die Kolonie Asterome in einem ausgehöhlten Asteroiden verlässt das Sonnensystem. Den Begriff Macro Life hatte der Wissenschaftler Dandridge M. Cole 1961 geprägt. Robert Reginald stellte Zebrowski neben Olaf Stapledon: Er male seine Fiktionen mit dem Pinsel der Äonen und füge mit einem einzigen großen Strich Galaxien hinzu oder nehme sie weg. Auch „Stranger Suns“ erschien auf Deutsch, als „Fremdere Sonnen“. Mit Pamela Sargent schrieb er Star-Trek-Romane, mit Charles Pellegrino „The Killing Star“ und den Star-Trek-Band „Dyson Sphere“ (1999). Er gab drei Bände der Nebula Awards heraus und die Reihe „Synergy“, von der vier Bände bei Heyne auf Deutsch erschienen. Für „Brute Orbits“ (1998) erhielt er 1999 den John W. Campbell Memorial Award; „Heathen God“, „The Eichmann Variations“ und „Wound the Wind“ waren für den Nebula Award nominiert, „The Idea Trap“ für den Theodore Sturgeon Memorial Award. 1996 erschien sein Sachbuch „Beneath the Red Star: Studies on International Science Fiction“. Einen Vorlass seiner Manuskripte erhielt die Paskow Science Fiction Collection der Temple University in Philadelphia. Zebrowski starb am 20. Dezember 2024.