Günter Braun

Noch 1945 nahm Günter Braun nach dem Abitur als Luftwaffenhelfer an der Endphase des Zweiten Weltkriegs teil. Geboren am 12. Mai 1928 in Wismar als ältester Sohn eines Eisenbahningenieurs, war er nach Kriegsende unter anderem Bibliothekar, Lokalreporter und Redakteur; ab 1955 lebte er als freier Schriftsteller in Magdeburg, später in Schwerin. Sein erzählerisches Werk entstand gemeinsam mit seiner Frau Johanna Braun. Zuerst schrieben die beiden vor allem Jugendbücher, dann Prosa für Erwachsene, und ab Mitte der Siebzigerjahre wurde die Science-Fiction zum Mittelpunkt ihres Schaffens. Weil sie das Genre oft für gesellschaftskritische Inhalte nutzten und nicht die in der DDR-Literatur geforderte Linientreue zeigten, erschienen in den Achtzigerjahren mehrere ihrer Bücher nur noch in der Bundesrepublik und in Skandinavien. Zu ihren Titeln gehören "Der Fehlfaktor" (1975), "Der Utofant" (1981) und "Das kugeltranszendentale Vorhaben", 1983 bei Suhrkamp in Frankfurt am Main. Von 1988 bis 1991 erschien bei Das Neue Berlin die Trilogie um den Pantamann Paskal, "Die Geburt des Pantamannes", "Die Zeit bin ich, Paskal" und "Das Ende des Pantamannes". Der Rezensent Karsten Kruschel schrieb über die ersten beiden Bände, die Satiren seien schärfer und die Töne galliger geworden, und Paskal sei einer jener naiven Beobachter, die in den Büchern der Brauns die Welt sachlich-überraschend betrachten. 1991 erschien außerdem "Professor Mittelzwercks Geschöpfe" bei Suhrkamp, 1998 "Herr A. Morph" bei Insel. Zu Günter Brauns Auszeichnungen zählen der Kunstpreis des Bezirks Magdeburg (1969), der Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar (1985), der Förderpreis des Marburger Literaturpreises (1988), der Deutsche Kurzgeschichtenpreis der Stadt Arnsberg (1989) und der Phantastik-Preis "Traum-Meister" (1990). Er starb am 10. November 2008 in Schwerin.

Geboren
12. Mai 1928
Gestorben
10. November 2008
Nationalität
Deutschland

Bücher