Hans Joachim Alpers
Wer die Science-Fiction- und Fantasy-Romane von Hans Joachim Alpers sucht, findet sie auch unter Jürgen Andreas, Thorn Forrester, Gregory Kern, Mischa Morrison, P. T. Vieton oder Jörn de Vries. Mit Ronald M. Hahn schrieb er als Daniel Herbst mehr als ein Dutzend Kriminalromane für Jugendliche. Sein eigener Name steht auf vielen Büchern anderer, als der des Herausgebers. Geboren wurde er am 14. Juli 1943 in Wesermünde, der Stadt, die 1947 in Bremerhaven umbenannt wurde. Nach einer Lehre als Schiffsschlosser studierte er Ingenieurwesen in Bremen und später an der Universität Hamburg Maschinenbau, Politik und Erziehungswissenschaft. Von 1969 bis 1972 wählte und redigierte er die Science-Fiction-Erzählungen der populärwissenschaftlichen Zeitschrift X Magazin, von 1970 bis 1994 verlegte er den Quarber Merkur. Ab 1978 arbeitete er als Lektor und gab Anthologien heraus, bei Droemer Knaur, Moewig und anderen Verlagen. Er war Chefredakteur der Science Fiction Times, übersetzte aus dem Englischen, schrieb als Kritiker auch für die Zeitschrift Science Fiction Studies und arbeitete als Literaturagent. Mit Werner Fuchs, Ronald M. Hahn und Wolfgang Jeschke entstand das "Lexikon der Science Fiction-Literatur" (1980), später folgten Lexika der Horror- und der Fantasy-Literatur; für das Fantasy-Lexikon erhielt er 2005 mit den Mitherausgebern den Deutschen Fantasy Preis. 1983 gründete er mit Werner Fuchs und Ulrich Kiesow den Verlag Fantasy Productions, der zu einem der führenden deutschen Hersteller und Händler von Rollen- und Brettspielen wurde. Mit ihnen bearbeitete er die Erstausgabe des Rollenspiels "Das Schwarze Auge" für Schmidt Spiele und die deutsche Übersetzung von "Dungeons & Dragons". Später schrieb er Romane zu Shadowrun und zu Das Schwarze Auge; für die Shadowrun-Romane "Das zerrissene Land" (1994) und "Die graue Eminenz" (1995) erhielt er den Kurd-Laßwitz-Preis. Er lebte in Hamburg und in Nordfriesland, wo sein Bauernhaus nahe der Küste eine große Sammlung deutscher Science-Fiction aus der Zeit vor dem Krieg beherbergte. Alpers starb am 16. Februar 2011 in Niebüll. 2012 erhielt er posthum den Kurd-Laßwitz-Sonderpreis für sein Lebenswerk.
- Geboren
- 14. Juli 1943
- Gestorben
- 16. Februar 2011
- Nationalität
- Deutschland