Heiko Michael Hartmann

Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb im Juni 1996 in Klagenfurt erhielt Heiko Michael Hartmann für „MOI“ das mit 6000 Mark dotierte 3sat-Stipendium. Im Jahr darauf brachte Hanser „MOI“ als Roman heraus, die phantastische Schilderung einer skurrilen Seuche. 1998 stand das Buch unter den Nominierungen für den Kurd-Laßwitz-Preis als bester Roman; 1999 gewann Hartmann den Preis für das beste phantastische Hörspiel, „MOI“ in der Regie von Oliver Sturm. Hartmann wurde 1957 in Miltenberg geboren und wuchs in Würzburg auf. Er studierte Rechtswissenschaft und Philosophie in Würzburg und Genf und arbeitete dann als Verwaltungsjurist beim Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen, bis er sich beurlauben ließ, um in Berlin zu schreiben. Bei Hanser folgten „Unterm Bett“ (2000), eine Satire aus dem deutschen Beamtenmilieu, und „Das schwarze Ei“ (2006). Bei der Berliner Handpresse erschienen 1998 „Der pegnesische Blumenorden“ mit acht farbigen Originallinolschnitten von Ingrid Jörg und 2001 „Mengmeng und Roberto“, ein gemeinsames Buch der beiden. Mit Sibylle Lewitscharoff schrieb er „Warten auf: Gericht und Erlösung. Poetischer Streit im Jenseits“, das 2020 bei Herder herauskam.

Nationalität
Deutschland

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