Horst Pukallus
Horst Pukallus war zehn Jahre lang Versicherungskaufmann, bevor er 1975 freier Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer wurde. Der 1949 in Düsseldorf Geborene hatte den Beruf von 1963 bis 1965 gelernt und besuchte daneben eine Abendrealschule und Sprachkurse. Seit den späten 1960er Jahren schrieb er Kritiken zur Science-Fiction, vor allem in der Zeitschrift Science Fiction Times. Für die Heftserie "Commander Scott" schrieb er 1975 und 1976 als Gregory Kern, für "Die Terranauten" von 1980 bis 1985 als Henry Roland und Henry Robert. Seine Romane entstanden oft zu zweit: "In den Städten, in den Tempeln" (1984) und die Akasha-Reihe (1986) mit Andreas Brandhorst, "Hinter den Mauern der Zeit" (1989) mit Michael K. Iwoleit, "Alptraumland" (1999) und "Wo keine Sonne scheint" (2001) mit Ronald M. Hahn. Allein schrieb er "Krisenzentrum Dschinnistan" (1985) und "Der Moloch von Moordendijk" (1997). Fünf dieser Romane waren für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert. Den Preis selbst erhielt er als Übersetzer, fünfmal, zuletzt 2001 gemeinsam mit Michael K. Iwoleit für "Förchtbar Maschien", dazu einmal für seine Erzählung "Das Blei der Zeit". Er übertrug unter anderem John Brunners "Schafe blicken auf" und "Der Schockwellenreiter", Stephen R. Donaldsons "Die Chronik von Thomas Covenant dem Zweifler" und die Deryni-Romane von Katherine Kurtz ins Deutsche. Als Herausgeber stellte er Anthologien wie "Das blaue Fenster des Theokrit" (1978) und "Der hohle Mann" (1981) zusammen. Seine Erzählungen erschienen in Sammlungen von "Die Wellenlänge der Wirklichkeit" (1983) über "Flüsterasphalt" (2014) bis "Am Abend kamen die Schnecken" (2022).
- Geboren
- 14. April 1949
- Nationalität
- Deutschland