Ira Levin
In vier Jahrzehnten schrieb Ira Levin nur sieben Romane. Sie erreichten eine Gesamtauflage von zehn Millionen Exemplaren, und fast alle wurden in Hollywood verfilmt, einige mehrfach; dazu kamen zehn Theaterstücke. Geboren wurde er am 27. August 1929 in New York als Sohn eines Spielwarenimporteurs und wuchs in der Bronx und in Manhattan auf. Nach der Horace Mann School studierte er von 1946 bis 1948 an der Drake University in Des Moines, dann an der New York University Philosophie und Englisch bis zum Abschluss 1950. Als Student reichte er bei einem Drehbuchwettbewerb von CBS ein Skript ein, das 1950 Grundlage einer Folge der Serie "The Clock" wurde. Von 1953 bis 1955 diente er im Fernmeldekorps der US Army. Sein erster Roman, "A Kiss Before Dying" (1953, deutsch "Kuss vor dem Tode"), erhielt 1954 den Edgar Award für das beste Debüt und wurde 1956 und 1991 verfilmt. Sein erstes aufgeführtes Stück, "No Time for Sergeants" nach dem Roman von Mac Hyman, kam an den Broadway und gab Andy Griffiths Laufbahn den Anstoß. "Rosemary's Baby" (1967, deutsch "Rosemaries Baby"), eine Horrorgeschichte über Satanismus in Manhattans Upper West Side, verfilmte Roman Polański 1968 mit Mia Farrow. 2002 sagte Levin, er fühle sich schuldig, dass das Buch zu "The Exorcist" und "The Omen" geführt habe; die Tantiemen habe er freilich nicht zurückgeschickt. "This Perfect Day" (1970, deutsch "Die sanften Ungeheuer") entwirft eine technokratische Dystopie und erhielt 1992 den Prometheus Award. Der Titel von "The Stepford Wives" (1972, deutsch "Die Roboterfrauen", später "Die Frauen von Stepford") ging in den Wortschatz ein: "Stepford" steht in englischen Wörterbüchern für roboterhaft oder gefügig. Der Roman wurde 1975 und 2004 verfilmt, "The Boys from Brazil" (1976, deutsch "Die Boys aus Brasilien") über das Klonen 1978 mit Gregory Peck und Laurence Olivier. Sein Bühnenthriller "Deathtrap" (deutsch "Todesfalle") lief von 1978 bis 1982 in 1793 Aufführungen am Broadway, brachte ihm den zweiten Edgar Award und wurde 1982 von Sidney Lumet mit Michael Caine und Christopher Reeve verfilmt. Nach fünfzehn Jahren ohne Roman erschien 1991 der Überwachungsthriller "Sliver", 1997 "Son of Rosemary" (deutsch "Rosemarys Sohn"). Stephen King nannte Levin den Schweizer Uhrmacher unter den Autoren von Spannungsromanen. 1996 erhielt er den Bram Stoker Award für das Lebenswerk. Levin starb am 12. November 2007 in Manhattan.
- Geboren
- 27. August 1929
- Gestorben
- 12. November 2007
- Nationalität
- Vereinigte Staaten