Isaac R. Fellman

In fünf Monaten zu Beginn der COVID-19-Pandemie entstand „Dead Collections“, der Roman über den Archivar Sol, einen Vampir, der schließlich in der Witwe eines Science-Fiction-Autors die Liebe findet. Casey McQuiston nannte das Buch in der New York Times nachdenklich, bissig und belebend hoffnungsvoll; 2022 erschien es bei Penguin Books und gehörte bei den Stonewall Book Awards in der Kategorie Literatur zu den geehrten Büchern. Isaac R. Fellman, in Syracuse im Bundesstaat New York geboren, schloss am Scripps College in Claremont ein Studium der Anglistik ab und begann an der University of Oregon eine Promotion, die mit dem Master endete. Dort erforschte Fellman in Archiven den Briefwechsel zwischen Joanna Russ und James Tiptree Jr. und arbeitete später in den Archiven des Charles M. Schulz Museum and Research Center und der California Historical Society; für das Schulz-Museum saß Fellman auf Podien der San Diego Comic-Con. 2019 folgte eine Stelle im Archiv der GLBT Historical Society in San Francisco, mit einem Projekt über den Fotografen Crawford Barton. Fellmans erster Roman, „The Breath of the Sun“ (Aqueduct Press, 2018), gewann 2019 den Lambda Literary Award in der Sparte Science-Fiction, Fantasy und Horror und war für den Crawford Award der International Association for the Fantastic in the Arts nominiert, der Debüts der Fantasy gilt. Abigail Nussbaum schrieb in Strange Horizons, der Roman lasse sich kaum angemessen beschreiben, und hob die Breite der Themen in einem so kurzen Text hervor: Geschichte, Wissenschaft, Religion, Propaganda und Imperium. Die Novelle „The Two Doctors Górski“ (Tordotcom, 2022) lobte Publishers Weekly in einer Besprechung mit Stern als brillante, eindringliche Erzählung, die erfinderische Magie nahtlos in die erkennbare Welt eines erbarmungslos konkurrierenden Wissenschaftsbetriebs webe. 2025 erschien bei Tor Books „Notes From a Regicide“, der Roman stand 2026 in der Endauswahl des Ursula K. Le Guin Prize.

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