Jack Womack
Als die ersten drei Romane von Jack Womacks Dryco-Zyklus ab 2017 auf Deutsch neu erschienen, trugen sie den Untertitel „Ein Cyberpunk-Roman“. Jim McClellan hatte 1995 geschrieben, Womacks Prosa möge entschieden nicht-cyber sein, habe aber mit ihrer Entschlossenheit, Science-Fiction als Mittel der Gesellschaftskritik zu nutzen, ganz sicher eine punkige Kante. Womack wurde am 8. Januar 1956 in Lexington geboren und lebte in Kentucky, bis er 21 war. Zur Dryco-Reihe gehören sechs Romane, von „Ambient“ (1987) bis „Going, Going, Gone“ (2000); die Folge der Veröffentlichungen weicht von der inneren Zeitlinie ab, an deren Anfang „Random Acts of Senseless Violence“ (1993) steht, deutsch 1998 bei Heyne als „Zufällige Akte sinnloser Gewalt“. Dort waren von 1990 bis 1993 schon „Ambient“, „Terraplane“ und „Heathern“ als „Heidern“ erschienen. „Elvissey“ (1993) spielt 2033: Der Konzern Dryco, bedrängt von einer religiösen Massenbewegung um Elvis Presley, holt einen jungen Elvis aus einer alternativen Geschichte nach New New York, um den Mythos zu entzaubern. Für den Roman, der 1994 deutsch bei Bastei-Lübbe erschien, erhielt Womack den Philip K. Dick Award, den er sich mit John M. Ford und dessen „Growing Up Weightless“ teilte. Außerhalb der Reihe schrieb er den Roman „Let's Put the Future Behind Us“ (1996) und Erzählungen für Anthologien, unter anderen von Ellen Datlow. Für Heynes Ausgabe von William Gibsons „Neuromancer“-Trilogie (2001) steuerte er das Vorwort bei; 2016 kam sein Sachbuch „Flying Saucers Are Real!“ heraus.
- Geboren
- 1956-01-08
- Nationalität
- Vereinigte Staaten