Jane Lindskold
Ein Buch über einen anderen Autor ging Jane Lindskolds erstem Roman voraus: 1993 erschien bei Twayne ihre Biografie über Roger Zelazny, ihren Freund und Mentor. Die 1962 geborene Autorin wuchs in Washington, D.C., und an der Chesapeake Bay auf und wurde an der Fordham University in Englisch promoviert, mit Schwerpunkten auf mittelalterlicher, Renaissance- und moderner britischer Literatur. Kurzgeschichten veröffentlichte sie ab 1992, im Dezember 1994 folgte der Roman „Brother to Dragons, Companion to Owls“, für Terri Windling „ein komplexes, durch und durch originelles Werk der Speculative Fiction“. 1996 erschien ihr gemeinsam mit Zelazny verfasster offizieller Spielführer zum Computerspiel „Chronomaster“, für das beide schon die Handlung geschrieben hatten. Aus Notizen und Teilentwürfen, die Zelazny hinterlassen hatte, vollendete sie die Romane „Donnerjack“ (1997) und „Lord Demon“ (1999). In der Athanor-Reihe, „Changer“ (1998) und „Legends Walking“ (1999), erzählt sie von Gestaltwandlern, Satyrn, Meervolk und Einhörnern, die geschworen haben, ihr Dasein vor den Menschen zu verbergen. Charles de Lint lobte an „Changer“ eine rasante Gegenwartsgeschichte, die doch Gewicht und Stil alter mythologischer Zyklen trage. Die „Firekeeper Saga“, begonnen 2001 bei Tor mit „Through Wolf's Eyes“, folgt einer Frau, die bei Wölfen aufwuchs und entdeckt, dass sich die Politik unter Wölfen und an menschlichen Königshöfen kaum unterscheidet; die Bände sieben und acht kamen 2019 und 2020 bei Obsidian Tiger Books heraus. Bei Tor erschienen 2008 bis 2010 die drei Bände von „Breaking the Wall“, 2014 „Artemis Awakening“ und 2015 „Artemis Invaded“. Mit David Weber, der den ersten Band allein geschrieben hatte, verfasste sie die folgenden vier Bände der Jugendbuchreihe „Star Kingdom“ in dessen Honor-Harrington-Welt, von „Fire Season“ (2012, deutsch „Flammenzeit“) und „Treecat Wars“ (2013, deutsch „Krieg der Baumkatzen“) bis „Friends Indeed“ (2025).