Jason Sanford

Jason Sanford ordnete seine Texte und die anderer einer entstehenden Erzählform namens SciFi Strange zu: Sie setze hohe literarische Maßstäbe, experimentiere mit dem Stil, sei von Staunen durchdrungen, nehme vielfältige Sexualität als selbstverständlich und lote die Grenzen von Wirklichkeit und Erfahrung in philosophischer Spekulation aus. Sanford wurde in Alabama geboren, wuchs in der Nähe von Wetumpka auf und studierte an der Auburn University Anthropologie und Archäologie. Danach unterrichtete er zwei Jahre lang als Freiwilliger des Peace Corps Englisch an einer Junior High School in Thailand. Anschließend zog er nach Minneapolis und arbeitete als Redakteur. 2001 gründete er mit dem Lyriker Jake Adam York die Literaturzeitschrift "storySouth", die sich der Literatur des "New South" widmete und zu den frühen Zeitschriften der Online-Literatur gehörte. Sanford betreute Prosa und Sachtexte, York die Lyrik; Beiträge wurden in Anthologien wie "Best American Poetry 2008" nachgedruckt. 2004 rief Sanford den Million Writers Award für die besten Online-Erzählungen des Jahres ins Leben, 2009 gab er die Zeitschrift an die Spring Garden Press ab, und 2012 gab er zwei Anthologien mit Geschichten des Preises heraus. Seine Science-Fiction und Fantasy erschien in "Interzone", "Analog" und "InterGalactic Medicine Show", Texte außerhalb des Genres in der "Mississippi Review" und in "Diagram". Seine Prosa wurde als "new weird SF" beschrieben und mit den Animes von Hayao Miyazaki und dem frühen Brian Aldiss verglichen, übersetzt wurde sie unter anderem ins Tschechische, Französische, Russische und Chinesische. "Interzone", wo er dreimal die Leserumfrage gewann, widmete seinen Erzählungen 2010 ein Sonderheft. 2009, 2016 und 2020 stand er mit "Sublimation Angels", "Blood Grains Speak Through Memories" und "The Eight-Thousanders" in der Endrunde des Nebula Award, in den Kategorien Novelle, Novelette und Kurzgeschichte. Daneben schrieb er Essays und Rezensionen für die "New York Review of Science Fiction" und andere Blätter, darunter den Essay "Who Wears Short Shorts? Micro Stories and MFA Disgust". Mehrfach war er Finalist des Hugo Award als bester Fan-Autor, und er erhielt ein Stipendium des Minnesota State Arts Board. Sein erster Roman, "Plague Birds", erschien 2022 und kam in die Endrunde des Nebula Award und des Philip K. Dick Award. "Publishers Weekly" verglich ihn mit dem "Zauberer von Oz", nacherzählt von A. E. van Vogt; Maurice Broaddus lobte, wie er Science-Fiction und Fantasy verbinde und Erinnerung, Verlust, Technik und Familie verwebe.

Nationalität
Vereinigte Staaten

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