Jasper Fforde
76 Absagen von Verlagen sammelte Jasper Fforde, bevor 2001 sein erster Roman erschien. „The Eyre Affair“ spielt in einer anderen Version des Jahres 1985, in der die Literaturdetektivin Thursday Next einen Meisterverbrecher durch die Welt von Charlotte Brontës „Jane Eyre“ verfolgt. Der Roman stieg in die englischen Bestsellerlisten auf, erhielt 2002 den William L. Crawford Fantasy Award und erschien 2004 bei dtv als „Der Fall Jane Eyre“. Fforde wurde am 11. Januar 1961 in London geboren und besuchte die Dartington Hall School in Devon. Danach arbeitete er beim Film als Kameraassistent, der die Schärfe zieht, unter anderem am James-Bond-Film „GoldenEye“. Bis 2012 setzte er die Reihe um Thursday Next mit sechs Bänden fort. „Lost in a Good Book“ („In einem anderen Buch“) erhielt 2004 den Dilys Award, „The Well of Lost Plots“ im selben Jahr den Wodehouse-Preis für komische Literatur. In Swindon sind mehrere Straßen nach Figuren der Reihe benannt, und 2005 begann dort mit dem Fforde Ffestival ein Lesertreffen zu seinen Büchern, die spätere Fforde Ffiesta. Die Romane verbinden Kriminalgeschichte, Fantasy und Komik und leben von Wortspielen und literarischen Anspielungen. „The Big Over Easy“ (2005) beruht auf seinem ersten, zunächst unveröffentlichten Romanmanuskript und eröffnete mit dem Ermittler Jack Spratt die Reihe Nursery Crime, deren zweiter Band „The Fourth Bear“ 2006 erschien. In „Shades of Grey“ (2009), auf Deutsch 2011 bei Eichborn als „Grau“, hat in ferner Zukunft eine „Colorkratie“ die Demokratie ersetzt: Wer welche Farben sieht, bestimmt den sozialen Rang. Der zweite Band „Red Side Story“ kam 2024 heraus, auf Deutsch im selben Jahr als „Rot“. Mit „The Last Dragonslayer“ (2010), einem fürs Fernsehen verfilmten Fantasyroman für Jugendliche, begann eine Reihe, die bis „The Great Troll War“ (2021) auf vier Bände wuchs. „Early Riser“ (2018) erhielt als „Eiswelt“ (Heyne 2018) 2019 den Kurd-Laßwitz-Preis als bester ausländischer Roman, „The Constant Rabbit“ (2020) erschien 2025 bei Satyr als „Wie die Karnickel“.