Jens Johler

Bevor Jens Johler Romane schrieb, stand er auf der Bühne und vor der Kamera. Geboren am 6. Januar 1944 in Neumünster und aufgewachsen in Hamburg, ließ er sich an der Otto-Falckenberg-Schule in München zum Schauspieler ausbilden und gehörte drei Jahre zum Ensemble des Theaters Dortmund. Im Fernsehen spielte er Hauptrollen in dem Film "Fluchtversuch" und in der Serie "Humboldtschule". Danach studierte er Volkswirtschaftslehre an der FU Berlin und blieb dort zunächst als wissenschaftlicher Assistent. 1972 gründete er mit Barbara Sichtermann, Peter Ober und anderen die Zeitschrift "Schwarze Protokolle". Seine Erfahrungen aus dieser Zeit verarbeitete er in dem Roman "Der Falsche" (1994), der in den Jahren 1967 bis 1974 spielt. Ab 1982 arbeitete Johler als freiberuflicher Autor, zunächst mit Features für den Hörfunk. In Berlin wurden seine Komödien "Zobels Tochter" (1990) und "Jetzt oder Nie" (1991) uraufgeführt, danach folgten Erzählungen und Romane. Mit Kai Sichtermann und Christian Stahl schrieb er die Biografie der Rockband Ton Steine Scherben, "Keine Macht für Niemand" (2000). Zwischen 2001 und 2009 brachte er, zum Teil mit Co-Autoren, drei Wissenschaftsthriller heraus: "Gottes Gehirn" (2001) mit Olaf-Axel Burow, "Das falsche Rot der Rose" (2004) mit Christian Stahl und "Kritik der mörderischen Vernunft" (2009). 2013 erschien sein Bach-Roman "Die Stimmung der Welt". 2017 veröffentlichte er mit Kai Sichtermann dessen Autobiografie "Vage Sehnsucht", 2022 folgte sein autobiografischer Roman "Die Begegnung".

Geboren
6. Januar 1944
Nationalität
Deutschland

Bücher