Joachim Körber
1998 erschienen zwei eigene Arbeiten von Joachim Körber: der Roman "Wolf", ein Thriller um Psi-Phänomene, und die Erzählung "Der Untergang des Abendlandes", für die er 1999 den Deutschen Phantastik-Preis als beste deutsche Kurzgeschichte des Jahres erhielt; da übersetzte er schon fast zwei Jahrzehnte lang die Bücher anderer. Körber, am 4. November 1958 in Karlsruhe geboren, machte sich 1980 als freier Übersetzer selbständig und übertrug zunächst vor allem Science-Fiction-Romane. Eine Zeitlang war er der Stammübersetzer von Stephen King; dazu kamen Werke von Ray Bradbury, J. G. Ballard, Dan Simmons, Peter Straub, Dean Koontz, Anne Rice, Neal Stephenson, Tad Williams, Max Brooks und anderen. Mehrmals war er für den Kurd-Laßwitz-Preis als bester Übersetzer nominiert. 1984 gründete er nach amerikanischem Vorbild mit Uli Kohnle und Thomas Bürk den Kleinverlag Edition Phantasia, für limitierte, nummerierte, meist illustrierte und von den Autoren handsignierte Sammlerausgaben aus Science-Fiction, Horror und Fantasy. Bürk schied 1993 aus, Kohnle 2009, und Körber wurde alleiniger Inhaber. Von 1984 bis 2017 gab er allein das "Bibliographische Lexikon der utopisch-phantastischen Literatur" im Corian-Verlag heraus. Viele seiner Aufsätze und Rezensionen erschienen in den Jahrbüchern "Das Science Fiction Jahr", gesammelt kamen seine Essays zur Phantastik 2010 als "Das bekannte Fremde" heraus. Er schrieb Sachbücher zum Werk von Dan Brown und zur Comicserie "Tim und Struppi" und 2014 ein Begleitbuch zur Fernsehserie "The Walking Dead", in dem er sich ernsthaft mit den philosophischen Fragen befasste, die das Thema der Untoten in der Serie und in den zugrunde liegenden Comics von Robert Kirkman und Tony Moore aufwirft.
- Geboren
- 4. November 1958
- Nationalität
- Deutschland