Jörg Kastner
Jan Lucas und Ralf Langroth sind zwei Namen für denselben Autor: Als Lucas schrieb Jörg Kastner Krimis um Cyrus Doyle, als Langroth ab 2021 die Philipp-Gerber-Reihe mit Thrillern aus der deutschen Nachkriegszeit, von "Die Akte Adenauer" bis zum fünften Band, "Schwarzer Samstag" (2026). Geboren am 15. Dezember 1962 in Minden, machte Kastner dort am Besselgymnasium Abitur, leistete Wehrdienst und studierte ab 1984 Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld. Während des Studiums begann er, Zeitschriftenartikel und Kurzgeschichten zu schreiben; zu Heftromanreihen wie Jerry Cotton und Trucker King trug er zahlreiche Bände bei, dazu zur selbst konzipierten Reihe !Amerika!. Sein erstes Buch war 1991 "Das große Raumschiff-Orion-Fanbuch", 1992 folgte "Das große Karl-May-Buch"; zu seinen Büchern über Film und Fernsehen gehört auch "Schaumpatrouille" (1994 im Logos-Verlag). 1993 legte er das zweite Staatsexamen ab, entschied sich aber gegen eine juristische Laufbahn und für fantastische Erzählungen und historische Romane. Den Durchbruch beim breiten Publikum brachte Mitte der 1990er Jahre die Germanensaga um Arminius, von "Thorag oder Die Rückkehr des Germanen" (1996) bis "Arminius - Fürst der Germanen" (2001). Noch erfolgreicher wurden die Vatikan-Thriller um den Engelspapst: "Der Engelspapst" (2000), "Der Engelsfluch" (2003) und "Der Engelsfürst" (2006). Dazu kamen fantastische Romane wie "Das Runenschwert" (1997), "Die Nebelkinder" (2000) und, gemeinsam mit Corinna Kastner, "Die Steinprinzessin" (2002), außerdem Spannungsromane und Krimis wie "Dr. Watson und der Fall Sherlock Holmes" (1994) und "Wenn der Golem erwacht" (2000).
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- Deutschland