Jon Courtenay Grimwood
Drei Namen für drei Regale: Als Jon Courtenay Grimwood schreibt er Science-Fiction, als Jonathan Grimwood literarische Romane, als Jack Grimwood Thriller. Geboren wurde er 1953 in Valletta auf Malta und wuchs in den sechziger und siebziger Jahren in Malta, Großbritannien, Südostasien und Norwegen auf. Er studierte an der Kingston University, arbeitete danach im Verlagswesen und schrieb als freier Journalist für The Guardian, The Times, The Daily Telegraph und The Independent. Seine Science-Fiction neigt zur alternativen Geschichte, und die Abzweigung liegt jedes Mal woanders. In der Arabesk-Trilogie, die mit "Pashazade" beginnt und über "Effendi" zu "Felaheen" führt, hat Woodrow Wilson 1914 früh einen Frieden vermittelt: Der Erste Weltkrieg blieb auf den Balkan beschränkt, und die Bücher spielen im 21. Jahrhundert in El Iskandriya, einem liberal regierten islamischen Nordafrika unter osmanischer Herrschaft. In seinen ersten vier Romanen dagegen, die im 22. Jahrhundert spielen, gewinnt Frankreich 1870 den Krieg gegen Preußen, sodass das Deutsche Kaiserreich nie entsteht. Für "Felaheen" bekam er 2003 einen Preis der British Science Fiction Association, für "End of the World Blues" 2006 deren Romanpreis. "Pashazade" stand auf der Auswahlliste des Arthur C. Clarke Award und des John W. Campbell Memorial Award, "End of the World Blues" ebenfalls auf der des Clarke Award. Später saß Grimwood zweimal selbst in dessen Jury, 2010 und 2011. Danach verlegte er den Schauplatz. Die Assassini-Trilogie spielt in einem Venedig des frühen 15. Jahrhunderts, in dem Marco Polos Familie seit fünf Generationen die Dogen stellt, und nimmt sich ihre Muster bei Shakespeare. Als Jonathan Grimwood erschien 2013 "The Last Banquet", die Geschichte eines Adligen im Frankreich vor der Revolution, der bereit ist, alles zu essen; als Jack Grimwood ab 2016 eine Thrillerreihe, die im Moskau der achtziger Jahre beginnt. 2025 schloss er an der University of St Andrews eine Promotion ab.
- Nationalität
- Vereinigtes Königreich