Juan S. Guse
Auf Einladung von Mara Delius las Juan S. Guse 2022 beim Ingeborg-Bachmann-Preis und gewann den Kelag-Preis. Geboren 1989 in Seligenstadt und im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, absolvierte er an der Universität Hildesheim zunächst einen Studiengang in Kreativem Schreiben und begann danach in Hannover ein Studium der Neueren Deutschen Literatur und der Soziologie. 2012 gewann er mit 23 Jahren, als einer der jüngsten Teilnehmer, mit der Erzählung "Pelusa" den Berliner Literaturwettbewerb open mike; im selben Jahr bekam er Stipendien der Walter Kempowski Stiftung und des Minerva Kollegs. Er gab die Literaturzeitschrift BELLA triste mit heraus, gehörte 2014 zur künstlerischen Leitung des Festivals Prosanova, volontierte damals drei Monate im Lektorat des Suhrkamp Verlags und schrieb zeitweise für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein Debütroman "Lärm und Wälder" erschien 2015 bei S. Fischer und erhielt 2017 den Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover; 2015 hatte Guse den Hallertauer Debütpreis bekommen. 2019 folgte "Miami Punk", 2022 bei NDR und SWR das Hörspiel-Spiel "Miami Punk: The complete DLC" unter der Regie von Iris Drögekamp. 2025 erschienen über den Roman eine Einführung von Kai U. Jürgens im Science Fiction Jahr und ein Sammelband mit literatur-, kultur- und medienwissenschaftlichen Perspektiven, herausgegeben von Steffen Röhrs und Jonas Nesselhauf. Im selben Jahr veröffentlichte S. Fischer "Tausendmal so viel Geld wie jetzt". Weitere Stipendien bekam er 2014 vom Land Niedersachsen, 2018 in der Villa Aurora, 2019 vom Literarischen Colloquium Berlin und 2023 von der Akademie Schloss Solitude.
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- Deutschland