Judith C. Vogt

Eine Utopie inmitten einer Dystopie: "Wasteland" (2019), geschrieben von Judith C. Vogt und ihrem Mann, dem Physiker Christian Vogt, erzählt vom Leben auf einem Markt, den gewalttätige Banden umgeben. Judith C. Vogts Schreiben gehört zu dem, was als Hopepunk beschrieben wurde, dem Gegenstück zum düsteren, pessimistischen Grimdark; der Roman war 2020 für den Phantastik-Literaturpreis Seraph nominiert. Geboren 1981 in Langenbroich im Kreis Düren, machte Vogt nach dem Abitur eine Lehre als Buchhändlerin und arbeitete mehrere Jahre im Beruf. 2011 erschien ihr erster Roman, "Im Schatten der Esse", in der Reihe der Aventurien-Romane aus der Welt des Rollenspiels Das Schwarze Auge. Als Spieleentwicklerin schrieb sie zunächst Abenteuer und Quelltexte für Das Schwarze Auge. Mit Christian Vogt schrieb sie den Steampunk-Roman "Die zerbrochene Puppe" (2012), der 2013 den Deutschen Phantastik Preis als bester deutschsprachiger Roman erhielt, und dessen Nachfolger "Die verlorene Puppe" (2016). Parallel zur Nominierung entstand mit dem Verlag Feder & Schwert und zehn weiteren Autoren "Eis und Dampf", die erste per Crowdfunding finanzierte Kurzgeschichtenanthologie Deutschlands, die 2014 ebenfalls den Deutschen Phantastik Preis bekam. Gemeinsam folgten der historische Zweiteiler Eburonenlied über den Gallischen Krieg, die Fantasy-Trilogie Die 13 Gezeichneten bei Bastei Lübbe und "Ace in Space" (2020), das zum Rollenspiel-Crowdfunding Aces in Space gehört. Eis & Dampf, Scherbenland und Aces in Space sind eigene Rollenspielsettings für das System FATE; Scherbenland erhielt 2018 den Deutschen Rollenspielpreis. Vogt gab eine Anthologie zum 1200. Todestag Karls des Großen heraus und war als Herausgeberin an "Roll Inclusive" (2019) über Diversität und Repräsentation im Rollenspiel beteiligt. 2018 erschien ihr Science-Fiction-Roman "Roma Nova", der 2019 auf der Shortlist des Seraph stand und bei der Wahl zum Kurd-Laßwitz-Preis den fünften Platz belegte. Mit Christian Vogt folgten 2021 bei Fischer Tor "Anarchie Déco" und 2022 bei Piper "Schildmaid. Das Lied der Skaldin", für das beide 2024 den Preis der Inklings-Gesellschaft für Literatur und Ästhetik erhielten. Vogt lebt in Aachen und arbeitet auch als Übersetzerin und Journalistin. Mit Lena Richter betreibt sie den Podcast Genderswapped über Nerdkultur und Rollenspiel, mit Richter und Kathrin Dodenhoeft gibt sie das queerfeministische Phantastik-Magazin QueerWelten heraus. 2024 erschien bei Piper der historische Roman "Ich, Hannibal".

Geboren
15. April 1981
Nationalität
Deutschland

Bücher