Judith Moffett

Judith Moffett, 1942 geboren, hatte zwei Gedichtbände, ein Buch über einen Dichter und eine Übertragung schwedischer Lyrik veröffentlicht, als 1986 ihre erste Science-Fiction erschien. Die Erzählung „Surviving“ kam im Juni 1986 im Magazine of Fantasy & Science Fiction heraus, stand in der Endauswahl des Nebula Award und gewann 1987 den ersten Theodore Sturgeon Memorial Award. 1967 war sie mit einem Fulbright-Lehrstipendium an die Universität Lund gegangen. 1976 erschien ihr Gedichtband „Keeping Time“, 1979 ihre Übertragung von Gedichten Hjalmar Gullbergs, 1984 ein Buch über die Lyrik von James Merrill, der ihr Freund und Mentor war. 1982 erhielt sie den Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie, 1998 sprach sie auf einem Nobel-Symposium über das Übersetzen von Lyrik. Ihr erster Roman „Pennterra“ (1987) erschien bei Congdon & Weed in der Reihe „Isaac Asimov Presents“, mit einer Einleitung von Asimov. Quäker haben auf einem Planeten eine Kolonie gegründet und stellen fest, dass er bewohnt ist; die Einheimischen, die Hrossa, verlangen, dass die Siedler das Tal ihrer Landung nicht verlassen, keine Maschinen benutzen und bei rund 600 Köpfen bleiben. Noel Perrin nannte das Buch in der New York Times das einzige Werk quäkerischer Science-Fiction, das er kenne; Orson Scott Card lobte es als Erzählkunst der besten Art. 1988 erhielt Moffett auf dem Worldcon in New Orleans den John W. Campbell Award als beste neue Autorin. „The Hob“ kam in die Endauswahl des Nebula Award, die Novelle „Tiny Tango“ in die des Nebula und des Hugo Award. Mit „The Ragged World“ (1991) begann bei St. Martin's Press die Holy-Ground-Trilogie. Die New York Times nahm den Band und seinen Nachfolger „Time, Like an Ever-Rolling Stream“ (1992) unter ihre Notable Books auf, der zweite stand zudem in der Endauswahl des James Tiptree Jr. Award. Der dritte Band, „The Bird Shaman“, folgte erst 2008. Dazwischen erschienen das Sachbuch „Homestead Year“ (1995) und 2001 der Übersetzungsband „The North! To The North!“ mit fünf schwedischen Dichtern des 19. Jahrhunderts. 2019 kam „Unlikely Friends“ heraus, nach dem Untertitel ein Memoir über James Merrill und Judith Moffett. 2026 legte Fairwood Press die Holy-Ground-Trilogie in neuen, einheitlichen Ausgaben auf.

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