Julian May

Für das Kostümfest der Westercon 29 in Los Angeles fertigte Julian May 1976 einen aufwendigen, mit Diamanten besetzten "Raumanzug" an. Es war ihr erster Science-Fiction-Kongress seit vielen Jahren, und der Anzug brachte sie auf die Frage, welche Figur so etwas tragen würde. Bald füllte sich eine Mappe mit Ideen für das, was die Galactic-Milieu-Reihe werden sollte, und 1978 begann sie zu schreiben, woraus die Saga of Pliocene Exile wurde. Geboren wurde sie am 10. Juli 1931 in Chicago und wuchs im Vorort Elmwood Park auf. Gegen Ende ihrer Teenagerjahre kam sie zum Fandom und gab eine Zeit lang das Fanzine Interim Newsletter heraus. 1950 verkaufte sie mit "Dune Roller" zum ersten Mal eine Erzählung, an John W. Campbells Astounding Science Fiction; sie erschien 1951 unter dem Namen J. C. May, mit ihren eigenen Illustrationen, und wurde später als "The Cremators" verfilmt. 1952 leitete sie in Chicago die zehnte World Science Fiction Convention, als erste Frau an der Spitze eines Worldcon. Nachdem sie 1953 eine weitere Erzählung verkauft hatte, verließ sie die Science-Fiction für mehrere Jahre. Ab 1954 schrieb sie Tausende Artikel für naturwissenschaftliche Enzyklopädien, 1957 gründete sie mit ihrem Mann Ted Dikty den Redaktions- und Produktionsdienst Publication Associates für kleine Verlage. In dieser Zeit schrieb und redigierte sie unter anderem zwei Folgen des Comicstrips Buck Rogers und einen neuen katholischen Katechismus. Zwischen 1956 und 1981 entstanden unter ihrem Namen und einer Reihe von Pseudonymen mehr als 250 Bücher für Kinder und Jugendliche, meist Sachbücher, unter anderem über Naturwissenschaft und Geschichte, dazu kurze Lebensbilder von Prominenten wie Sportlern und Bands. Der erste Band der Saga, "The Many-Colored Land", erschien 1981 bei Houghton Mifflin, deutsch als "Das vielfarbene Land", und erhielt 1982 den Locus Award als bester Science-Fiction-Roman. 1987 setzte sie die Reihe mit "Intervention" fort, nach einem Verlagswechsel folgten "Jack the Bodiless", "Diamond Mask" und "Magnificat". Mit Marion Zimmer Bradley und Andre Norton schrieb sie "Black Trillium" (1990), den Auftakt einer Reihe, die sie mit "Blood Trillium" (1992) und "Sky Trillium" (1997) fortsetzte. Später folgten die Trilogien um die Rampart Worlds und um Boreal Moon. Im August 2015 wurde sie auf der 73. World Science Fiction Convention in die First Fandom Hall of Fame aufgenommen. Julian May starb am 17. Oktober 2017.

Geboren
1931-07-10
Gestorben
2017-10-17
Nationalität
Vereinigte Staaten

Bücher