K. W. Jeter
Den Begriff Steampunk prägte K. W. Jeter im April 1987 in einem Brief an Locus, in Anlehnung an Cyberpunk: Er sollte die Werke mit Dampftechnik und alternativer Geschichte bezeichnen, die er und seine Freunde James P. Blaylock und Tim Powers veröffentlichten. Zu Jeters eigenen Steampunk-Romanen gehören "Morlock Night" (1979, deutsch "Die Nacht der Morlocks"), eine Fortsetzung von H. G. Wells' "The Time Machine", und "Infernal Devices" (1987, deutsch "Das Erbe des Uhrmachers"). Kevin Wayne Jeter wurde am 26. März 1950 in Los Angeles geboren. Nach der Buena Park High School besuchte er die California State University in Fullerton, freundete sich dort mit Blaylock und Powers an und lernte über sie Philip K. Dick kennen, der eine Art Mentor für ihn wurde. Jeter war das Vorbild für die Figur Kevin in Dicks halbautobiografischem Roman "Valis". Dick empfahl Jeters frühen Cyberpunk-Roman "Dr. Adder" begeistert, doch wegen des gewalttätigen und sexuell provokanten Inhalts suchte Jeter rund zehn Jahre nach einem Verlag. 1984 erschien das Buch, mit "The Glass Hammer" (1985) und "Death Arms" (1987) wurde es zur Trilogie; auf Deutsch kam "Dr. Adder" 2006 heraus. "Farewell Horizontal" (1989) stand 1991 in der Auswahl für den Arthur C. Clarke Award. Nach Dicks Tod schrieb Jeter drei autorisierte Fortsetzungen zu "Blade Runner", als erste "The Edge of Human" (1995, deutsch "Blade Runner II"). Für "Star Trek: Deep Space Nine" verfasste er zwei Romane, für das Star-Wars-Universum drei, beginnend mit "The Mandalorian Armor" (1998, deutsch "Die mandalorianische Rüstung"). Von 2011 bis 2015 erschienen bei Editions Herodiade die sieben "Kim Oh Thrillers". 2013 und 2017 setzte er "Infernal Devices" mit "Fiendish Schemes" und "Grim Expectations" fort.
- Geboren
- 1950-03-26
- Nationalität
- Vereinigte Staaten