Kameron Hurley
Die beiden Hugo Awards, die Kameron Hurley 2014 erhielt, galten nicht ihren Romanen: Einer zeichnete sie als beste Fan-Autorin aus, der andere ihren Essay "We Have Always Fought: Challenging the Women, Cattle and Slaves Narrative". Auch ihr erstes Sachbuch, die Essaysammlung "The Geek Feminist Revolution" (2016), gewann 2017 den British Fantasy Award und den Locus Award. Hurley wurde am 12. Januar 1980 in Battle Ground geboren und wuchs im Bundesstaat Washington auf. Nach einem Bachelor in Geschichte an der University of Alaska in Fairbanks studierte sie an der Universität von KwaZulu-Natal in Durban, wo sie sich besonders mit der Geschichte des Widerstands gegen die Apartheid befasste und einen Master erwarb. Kurzgeschichten veröffentlicht sie seit 1998, 2000 nahm sie am Clarion West Writers' Workshop teil. Nach vier Jahren in Chicago ließ sie sich in Dayton, Ohio, nieder. Ihr erster Roman, "God's War" (2011), eröffnete die Bel Dame Apocrypha, die Hurley selbst "Bugpunk" nannte: Auf dem Wüstenplaneten Umayma, einst von Muslimen besiedelt, beruht die Technik auf Insekten, und matriarchale, vom Islam inspirierte Kulturen führen einen endlosen Krieg, der die Oberfläche radioaktiv verseucht hat. Im Mittelpunkt steht die Auftragsmörderin Nyx. Es folgten "Infidel" (2011), "Rapture" (2012) und die Erzählsammlung "Apocalypse Nyx" (2018). "God's War" gewann den Golden Tentacle der Kitschies für das beste Debüt und brachte Hurley den Sydney J. Bounds Award der British Fantasy Awards ein; für den Nebula Award war der Roman nominiert. Die Worldbreaker-Trilogie mit "The Mirror Empire" (2014), "Empire Ascendant" (2015) und "The Broken Heavens" ist Grimdark-Fantasy, die Muster des Genres wie die Heldenreise unterlaufen will. 2017 erschien die Space Opera "The Stars Are Legion" (deutsch "Der Sterne Zahl", Panini 2021), die 2018 den Premio Ignotus als bester ausländischer Roman erhielt, 2019 der Militär-Science-Fiction-Roman "The Light Brigade" mit Zeitreisen (deutsch "Soldaten im Licht", Panini 2022), der 2020 für den Hugo Award und den Arthur C. Clarke Award nominiert war. Von 2013 an schrieb Hurley regelmäßig Kolumnen über Handwerk und Geschäft des Schreibens für das Magazin Locus, dazu Artikel für The Atlantic, Entertainment Weekly, LA Weekly und Writer's Digest. Neben dem Schreiben arbeitet sie als Texterin für eine Softwarefirma.
- Geboren
- 12. Januar 1980
- Nationalität
- Vereinigte Staaten