Karl Michael Armer

Drei Jahre in Folge, 1987, 1988 und 1989, erhielt Karl Michael Armer den Kurd-Laßwitz-Preis für die beste Erzählung: für "Umkreisungen", "Die Endlösung der Arbeitslosenfrage" und "Malessen mitte Biotechnik". Der 1950 geborene Schriftsteller, Kulturpublizist und Herausgeber studierte Betriebswirtschaftslehre, Psychologie und Soziologie und war danach lange Jahre Kreativdirektor in der Werbebranche. Seit den 1970er Jahren ist er mit sozialkritischen Science-Fiction-Kurzgeschichten hervorgetreten, die vielfach nachgedruckt wurden; 1977 erschien "Mit beiden Beinen fest auf der Erde" in der von Wolfgang Jeschke herausgegebenen Anthologie "Die große Uhr". Seine Erzählungen wurden in internationale Anthologien aufgenommen, darunter "The Penguin World Omnibus of Science Fiction" (1986) von Brian Aldiss und Sam J. Lundwall und David G. Hartwells "The World Treasury of Science Fiction" (1989), in der "Umkreisungen" als "On the Inside Track" erschien; deren Ausgabe im Book-of-the-Month-Club wurde 150.000 Mal verkauft. 1992 erhielt Armer den Premio Futuro Europa für "Labyrinth City", 2005 den Deutschen Science Fiction Preis für die Kurzgeschichte "Die Asche des Paradieses". Bei Luchterhand und Heyne gab er acht Science-Fiction-Anthologien heraus, darunter mit Jeschke bei Heyne "Die Fußangeln der Zeit" (1984) und "Zielzeit" (1985), zwei Bände "Die schönsten Zeitreise-Geschichten". Daneben veröffentlichte er Sachbücher und über 100 Beiträge zu Literatur, Musik, Design, Architektur, Kunst und Kulturgeschichte. Die mit Albrecht Bangert verfasste Stilgeschichte "Design der 80er Jahre" (1990) erschien bei mehreren Kunstbuchverlagen, in London bei Thames & Hudson. Seine Texte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erschienen unter anderem in Argentinien, Japan, Polen und den USA.

Nationalität
Deutschland

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