Katharine Kerr

1979 schenkte ein Freund Katharine Kerr ihr erstes Fantasy-Rollenspiel, und die Faszination für Spiele und Fantasy, die daraus entstand, führte sie zu Artikeln für Spielezeitschriften. Eine Zeit lang war sie Contributing Editor des Magazins Dragon, arbeitete an Spielmodulen für TSR und Chaosium mit und schrieb mit anderen das Dungeons-&-Dragons-Abenteuer „Legacy of Blood“ sowie Abenteuer für das Rollenspiel Pendragon. Geboren am 3. Oktober 1944 in Cleveland, Ohio, hatte sie eine Zeit lang an der Stanford University studiert, das Studium Mitte der 1960er Jahre abgebrochen und in schlecht bezahlten Stellen gearbeitet, unter anderem bei der Post. 1982 begann sie mit der Arbeit an dem, was der Deverry-Zyklus werden sollte, und erwartete eine Kurzgeschichte. Daraus wurde eine Reihe keltisch geprägter High-Fantasy-Romane, eröffnet 1986 mit „Daggerspell“ und 2020 mit „Sword of Fire“ fortgesetzt. Das Königreich Deverry gründete darin ein gallischer Stamm, der vor der römischen Herrschaft floh und mit Hilfe eines mächtigen magischen Wesens in eine Parallelwelt gelangte. Erzählt wird nicht linear: In den ersten vier Bänden handeln Rückblenden auf frühere Leben der Figuren von mehreren gescheiterten Versuchen des langlebigen Zauberers Nevyn, einen alten Eid zu erfüllen. Kerr verglich den Zyklus mit einem Theaterstück und teilte ihn in Akte, von „Deverry“ bis „The Justice War“. Auf Deutsch erschienen von 1998 bis 2001 elf Bände bei Droemer Knaur; von der Beziehung zwischen Nevyn und Jill handelt das Lied „Jillian“ der Band Within Temptation. „Polar City Blues“ (1990) erschien 1992 bei Bastei Lübbe auch auf Deutsch; die Fortsetzung „Polar City Nightmare“ (2000) schrieb Kerr mit Kate Daniel, „Palace“ (1996) mit Mark Kreighbaum. Bei DAW Books folgten 2011 und 2012 die vier Bände um Nola O'Grady, bei Osel Books 2013 „Sorcerer's Luck“. Mit Martin H. Greenberg gab sie Anthologien heraus, darunter „Weird Tales from Shakespeare“ (1994).

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